Löt hrohr.
Sauerstoff verbindet, und dass sich Warme und gewöhnlich Lichthierbei entwickelt. Damit die Verbrennung eintrete, ist es abernicht genug, dass Sauerstoff und ein brennbarer Körper mit ein-ander in Berührung kommen, sondern es bedarf noch dazu einergewissen Temperatur, damit die Vereinigung beider Stoffestattfinde. Diese Entzündungstemperatur ist für die ver-schiedenen brennbaren Stoffe ungleich. Während der Phosphorschon bei schwachem Erwärmen im Sauerstoffgas zu \ erbrennenbeginnt, vereinigt sich die Kohle nicht eher mit Sauerstoffgas,bis dass man sie zum Glühen erhitzt hat. Gewöhnlich entwickeltsich in Folge der Veibrennung so viel Wärme, dass die Tempe-ratur des brennenden Körpers nicht unter die Entzündungstem-peratur sinkt, so dass der Körper zu brennen fortfährt, so langenoch Sauerstoffgas vorhanden ist. Wird aber dem brennendenKörper so viel Warme entzogen, dass seine Temperatur unterdie Entzündungstemperatur sinkt, so hört die Verbrennung so-gleich aui.
4:3. Durch die Verbrennung der Körper in Sauerstoffgas wirdauch an dem Orte der Verbrennung eine weit grössere Tempera-turerhöhung bewirkt, als
Fig.
Fig. 10.
in der atmosphärischenLuft. Alkohol, welcher ineiner Lampe an freier Luftverbrennt, erzeugt keineso hohe Temperatur, dass ein Platin-draht dadurch zum Schmelzen ge-bracht würde. Die Verbrennungwird lebhafter, wenn man mittendurch die Flamme einen raschen Luft-strom leitet, wodurch eine vollstän-digere Verbrennung auf einem klei-neren Räume erreicht wird. Hierzudient ein Apparat, Löthrohr ge-nannt, welcher aus einem im Innerenkegelförmig zulaufenden, im rechtenWinkel gebogenen Rohr besteht(Fig. 0). Die kleine Oeffnung b wirdin die Flamme gebracht, und mit-telst des Mundes durch die weitereOeffnung a Luft eingeblasen. Die" auf diese Weise durch die Flamme ge-
blasene Luft darf nicht aus der Lunge kommen, weil sie alsdann