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Sauerstoff.
oder einfacher, durch:
KO.C10 5 = KCl + O 0darstellen, in welcher auf der linken Seite des Gleichheitszeichensdie vor der Zersetzung stattgefundene Verbindungsweise derElemente, und auf der rechten Seite die durch die Zersetzung ge-bildeten Producte dargestellt sind.
Will man nur eine kleine Menge von SauerstotTgas darstellen,so bringt man das chlorsaure Kali in eine kleine Retorte (Fig. G)und erhitzt diese über der Spirituslampe. Das chlorsaure Kalischmilzt anfangs ruhig, entwickelt hierauf, indem es .-.ich zu zer-
Fig. 6.
setzen anfängt, eine Menge von Gasblasen und wird dabei allmäligimmer dickflüssiger, fast teigartig; wenn man alsdann nicht stärkererhitzt, so hört die Entwickelung von Sauerstoff auf. Gegen dasEnde der Operation muss man Acht haben, dass der Boden derRetorte, welcher besonders der Hitze ausgesetzt und häufigganz entblösst ist, nicht die Temperatur annimmt, in welcherdas Glas weich wird; er würde sieh sonst aufblähen und die Ope-ration misslingen.
Das chlorsaure Kali ist jetzt in dem Handel so wohlteil, dassman dasselbe selbst zur Darstellung grösserer Mengen von Sauer-stoff häufig verwendet. In diesem Falle vermischt man es zweck-mässig mit seinem gleichen Gewicht von Braunstein oder Kupfer-oxyd, wodurch seine Zersetzung viel leichter und gleiehmässigerstattfindet. Man thut gut, hierbei Retorten von schwer schmelz-barem Glas anzuwenden, oder eine gewöhnliche Glasretorte mit