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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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1999
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Nachweis des Saponins in Brauselimonaden.

1999

nen sich durch sehr geringe hämolytische Eigenschaf ten und infolge-dessen auch durch sehr geringe Giftigkeit aus. Die in den Blättern vonGuajacum officinale enthaltenen Saponine sind verschieden von denen, welchein der Kinde und in dem Holz vorkommen. Die Wurzel und die Zweigeenthalten dagegen dieselben Saponine wie die Rinde und das Holz. Die(iuajacsaponine bilden weiße, amorphe Pulver, von denen sich das neutraleGuajacsaponin 80mal leichter in Wasser und 2mal leichter in kaltem ab-solutem Alkohol löst als die Guajacsaponinsäure (Frieboes).

7. Yerbascnnisaponin: (C^H^O 10 )", findet sich zu 6,3 Proz. in denFrüchten von Verbascum sinnatum. Dasselbe wird aus dem alkoholischenAuszug durch fraktionierte Fällung mit Äther gewonnen. Es bildet einweißes, amorphes Pulver, welches sich leichter in Wasser und in absolutemAlkohol löst, als die meisten Saponine. Seine Lösung wird weder durchBleiessig, noch durch Barytwasser gefällt. Optisch inaktiv. Beim Kochenmit verdünnter Salzsäure wird es in ein kristallisierbares Sapogenin: (C 5 H 8 0) n ,und Traubenzucker gespalten (L. Rosenthaler).

8. Sapindnssaponin. Aus den Früchten von Sapindus Barak isolierte0. May ein Saponin: C 84 H 42 0 15 , welches durch Bleiessig und durch Baryt-wasser nur unvollkommen gefällt wird. Dasselbe wurde durch längeres Er-wärmen der alkoholischen Lösung des Rohsaponins mit Bleihydroxyd undfraktioniertes Fällen der filtrierten Lösung mit Äther gewonnen. Amorphes,weißes Pulver, hei der Hydrolyse ein amorphes Sapogenin: C 12 H' 8 0 3 , sowieeine Hexose und Pentose liefernd. Ein ähnliches Saponin scheint auch inden Früchten von Sapindus saponaria und von S. Mukorossi enthalten zu sein.

9. Ägicerassaponin: C 22 H b0 O' , (OH) 6 , der Samen und der Binde (lProz.)von Aegiceras majus wird von Bleiacetat nicht, von Barytwasser unvoll-ständig, von Bleiessig vollständig gefällt. Wird durch wiederholtes Lösen inabsolutem Alkohol und fraktioniertes Fällen dieser Lösung mit Äther alsweißes, amorphes, in Wasser leicht lösliches Pulver erhalten, welches beider Hydrolyse ein amorphes Sapogenin, Galacto.se und eine Pentose liefert(H. Weiß).

Das Polysciassaponin der Blätter von Volyscias nodosa liefert bei derhydrolytischen Spaltung Traubenzucker und J-Arabinose (van der Haar).Das Panaxsaponin: C !4 H M 0 4 (0H) c , des Rhizoms von Panax repens ist durchBleiacetat, Bleiessig und Barytwasser fällbar (Wentrup).

Nachweis des Saponins in Brauselimonaden usw. 500ccm odermehr des zu prüfenden Getränks werden nötigenfalls mit Magnesiumcarbonatneutralisiert und auf 100 cem eingedampft; alsdann wird diese Flüssigkeitmit 20 g Ammoniumsulfat und 4 ccm verflüssigtem Phenol kräftig geschüttelt.Nach Abtrennung der wässerigen Schicht mit Hilfe eines Scheidetrichterswird die das Saponin enthaltende Phenolschicht mit 50 ccm Wasser, 100 ccmÄther und nötigenfalls 4 ccm Alkohol (zur Verminderung der Emulsions-bildung) geschüttelt. Nach Trennung der Schichten, die durch gelindes Er-wärmen des Scheidetrichterinhalts beschleunigt werden kann, wird diewässerige Schicht abgelassen, eingedunstet und der Rückstand im Exsiccatorausgetrocknet. Die trockene Masse ist alsdann noch zur weiteren Reinigung1 bis 2mal mit je 10 ccm Aceton zu übergießen, danach je 24 Stunden stehenzu lassen, dann das Aceton, welches kein Saponin aufnimmt, abzugießen unddas ungelöste schließlich auf Saponin zu prüfen.

Dextrin enthaltende Flüssigkeilen sind nach der Neutralisation mitMagnesiumcarbonat auf 20 ccm einzudampfen und sofort mit 150 ccm Alkoholvon 96 Proz. zu versetzen. Nach dem Absetzen wird die Mischung auf dem