Apiol.
1943
Acetophenon: (CH 3 0) s C t H ! -CO-CH 3 , mit Natrium auf 120" und Kochendes hierbei gebildeten-Produktes (0H 3 0) 3 C 8 H 2 —CO—CH 2 -CO . C 8 H 4 . OCH 3mit starker Jodwasserstoffsäure. Auch durch Einwirkung von Brom aufTrimethoxy-Flavanon (s. S. 1902) und sukzessive Behandlung des hierbei ge-bildeten Tribromsubstitutionsproduktes mit alkoholischer Kalilauge und Jod-wasserstoffsäure läßt sich Apigenin darstellen (Kostanecki).
Methylapigenin: C 15 H 9 (CH 3 )0\ Acacetin, scheint in den Blätternvon Robinia pseudacacia vorzukommen; farblose Nadeln (A. G. Perkin).
Oxyapiinmethyläther:C 27 H 3, '0 1 ''' + H 2 OoderC 26 H 26 0 13 (OH)(O.CH 3 )-|-H 2 0, findet sich in dem aus Petersilienkraut dargestellten Bohapiin. DiesesGlycosid ist bisher nicht im reinen Zustande bekannt, ist jedoch dem Apiinsehr ähnlich. Beim Kochen mit Salzsäure liefert es Glycose, Apiose undLuteolin-Methyläther: C lb H 9 ,0 5 . OCH 3 , der in gelben bei 250° schmel-zenden Nadeln kristallisiert (Vongerichten).
Aus den bei 277 bis 283° siedenden Anteilen des ätherischen Petersilien-öles erhielten Bignami und Testoni durch Oxydation mit Kaliumperman-ganat Myristieinsäure: O'H'O 1 (s. S. 1329), Tetramethyl-Apianol-carbonsäure: C 6 H(0 . CH 3 ) 4 —CO . OH, weiße, bei 87° schmelzende Nadelnbildend, und Trimethylgallussäure (s. Iridin).
Aus dem fetten Öl der Petersiliensamen läßt sich durch Verseifung diemit der Ölsäure isomere Petroselinsäure: C 1B H 34 0' 2 , isolieren. Dieselbeschmilzt bei 33 bis 34° und liefert bei der Oxydation mit KMn O 4 eine bei 122°schmelzende Dioxystearinsäure: C u, H 34 (OH) 2 0 2 . Bei der Spaltung desOzonids entsteht Laurinsäure: C 12 H 24 0 2 (Vongerichten).
Apiol: C ls H u O'' (Petersiliencampher, s. S. 1345), welches in dem Samender Petersilie neben Apiin und ätherischem Öl enthalten ist, wird aus den-selben durch Extraktion mit Alkohol, Abdestillieren des Alkohols von denerhaltenen Auszügen und Behandeln des Destillationsrückstandes mit Äthergewonnen. Hierbei bleibt das Apiin ungelöst zurück, während das Apiol inLösung geht und beim freiwilligen Verdunsten sich in Kristallen ausscheidet.Das Apiol bildet lange, weiße, spröde Nadeln von schwachem Petersilien-geruch. Es schmilzt bei 30° und siedet gegen 300°. Das geschmolzene Apiolbleibt lange Zeit flüssig. In "Wasser ist es unlöslich, leicht löslich in Alkoholund Äther. Konzentrierte Schwefelsäure löst es mit blutroter Farbe. Wirddie verdünnt alkoholische Lösung des Apiols mit Chlorwasser bis zur Trübungund dann mit einigen Tropfen Salmiakgeist versetzt, so tritt eine intensive,jedoch bald verschwindende Botfärbung ein (Jorissen). Salpetersäure ver-wandelt es in Oxalsäure. Kaliumdichromat und Schwefelsäure führen dasApiol in Apiolaldehyd: C 10 H 10 O s , über: farblose, bei 102° schmelzende,mit NaHSO 3 und mit Hydroxylamin verbindbare Nadeln. Durch Kalium-permanganat wird das Apiol in Apiolsäure: C 10 H'°O 6 und in eine Ver-bindung C LS H 16 0 G übergeführt. Die Apiolsäure bildet farblose, bei 175°-schmelzende, in Wasser sehr schwer lösliche Nadeln, die bei 5 stündigem Er-hitzen mit der löfachen Menge verdünnter Schwefelsäure (1:3) auf 130 bis140°, durch Abspaltung der CO. OH-Gruppe, in CO 2 und Apion: CH^O 4 ,verwandelt werden. Letzteres bildet Nadeln, die bei 70° schmelzen und mitWasserdämpfen flüchtig sind. In Wasser ist das Apion unlöslich. Die Ver-bindung C 12 H 16 O ü , welche neben Apiolsäure (s. oben) gebildet wird, kristalli-siert in Blättchen, die schwer löslich in Äther, leichter löslich in heißemWasser und in Alkohol sind. In Ätzalkalien ist dieselbe unlöslich. Schmelz-punkt 122°.