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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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1869
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Sicaloin, Aloinformol.

1869

Klungesche und die Bornträgersche Aloinreaktion (s. 8.1452 und 1454)nicht. Dagegen wird die Lösung des Nataloins und Homonataloins in kon-zentrierter Schwefelsäure auf Zusatz eines Körnchens MnO 8 oder K 2 Cr ! 0'schön grün, die alkalische Lösung durch Ammoniumpersulfat violett gefärbt:Unterschied vom Barbaloin (Leger).

Nach Leger ist das Nataloin der Methyläther des Homonataloins:C !S H 23 0 9 . OH, welches ebenfalls in der Natal-Aloe vorkommen und ausMethylalkohol in gelben Blättchen kristallisieren soll.

Sicaloin: C ,!, H ,0 O 7 + 1%H 2 0, ist zu 85,5 Proz. in der sizilianischenAloe, von Aloe vulgaris Lam., enthalten. Dasselbe bildet, abweichend von denübrigen bisher bekannten Aloinen, weiße, prismatische Kristalle, die ohneFärbung in Wasser und Alkohol löslich sind. In Ammoniak und in Natron-lauge löst es sich mit blaßgelber, in Schwefelsäure und Salpetersäure mitrötlicher Farbe. Dasselbe enthält eine Methoxylgruppe: O.CH s . Das Sica-loin liefert die Bornträgersche Reaktion (s. S. 1454) nicht (Condo-Vissicchio).

Die alkoholische Lösung der meisten Aloine wird durch Eisenchloridschmutzig braungrün gefärbt; Ammoniak färbt die alkoholische Lösung desNataloins carminrot, die des Socaloins und Barbaloins braunrot. Löst manwenig Nataloin in konzentrierter Schwefelsäure und führt einen mitrauchender Salpetersäure befeuchteten Glasstab darüber, so färbt sich dieLösung blau; Barbaloin und Socaloin verändern sich bei der gleichen Be-handlung wenig (Histed-Flückiger).

Über die Klungesche Aloe- bzw. Aloinreaktion, welche nach Legernicht das reine Barbaloin, sondern nur das demselben beigemengte Isobarba-loin liefert, s. S. 1452.

Dampft man eine Spur Barbados-, Socotra-, Curasan- oder Cap-Aloin (0,0005g nach Dieterich) mit vier Tropfen rauchender Salpeter-säure im AVasserbade ein, nimmt den Bückstand mit einem Tropfen Alkoholauf, so nimmt die hierdurch erzielte rote Lösung auf Zusatz von wenigalkoholischer Cyankaliumlösung Rosafärbung an. Letztere Färbung trittnoch schöner auf, wenn man an Stelle von rauchender Salpetersäure Sal-petersäure vom spez. Gew. 1,4 anwendet. Goldchlorid färbt das mit einemTropfen "Wasser gelöste Aloin himbeerrot und später violett (noch 0,00006 gnach Dieterich). Socotra- und Cap-Aloe geben diese Beaktion be-sonders schön, weniger deutlich Barbados-, Curacao- und Natal-Aloe.Bromwasser erzeugt in der wässerigen Lösung der verschiedenen Aloinegelbe Fällungen.

Alle Aloesorten, bzw. Aloine liefern nach Hirschsohn folgendeBeaktion: 10 com Aloelösung (1:1000), versetzt mit einem Tropfen Kupfer-sulfatlösung (1:10) und einem Tropfen "Wasserstoffsuperoxydlösung (2 Proz.),geben beim Aufkochen eine intensiv himbeerrote Färbung. Die Gegen-wart von Alkohol, Mineralsäuren und Alkalien verhindert bisweilen dieseBeaktion.

Aloinformol: CH i =C 20 H 16 O''(0. Formaloin, wird nach E. Merck•durch Erwärmen einer Lösung von 1 Tl. Barbaloin in 2 Tln. Wasser mit1 Tl. Formaldehydlösung von 40 Proz. und 1 Tl. konzentrierter Schwefel-säure erhalten. Gelbes, amorphes, sehr voluminöses, geschmackloses Pulver,welches in "Wasser unlöslich, in Alkohol fast unlöslich ist.

Kusso-, Kamala-, Pilix- und Pannabestandteile.

Die als Bandwurmmittel verwendeten Drogen: Kussoblüten, Kamala,Pilix- und Pannawurzel, stehen bezüglich ihrer wirksamen Bestand-