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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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1850
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1850

Ptomaine.

Meloneneinetin der Cucumis Meto (Torosiewicz); das dem Erythrophle'in(siehe S. 1755) nahestehende amorphe Mtuiwin der Rinde des Muawibaumes(E. Merck); das amorphe Nandinin der Wurzelrinde von Nandina domestica(Eykman); das Oroxylin der Kinde von Oroxylum indicum, welches große,gelbe, bei 229° schmelzende Kristalle bilden soll (Naylor, Chaplin); dasharzartige Oenanthin des Krautes von Oenanthe fistulosa (Gerding); daswiderlich riechende, sirupartige Paronchyiiin der Herniaria glabra (Schnee-gans); das flüchtige Pastinacin der Samen von Pastinaca sativa (Witt-stein); das giftige, kristallisierbare Palicourin der Palicourea Markgrafii undP. rigida (Peckolt, Santesson); das amorphe Pupin: C u H S0 N a O\ derHäute einiger Lepidopterenpuppen (Griff iths); das amorphe Pyrarin derRinde von Pyrus s. Sorbits Aria (Zanon); das Saraceniu der Wurzel vonSaracenia purpurea (St. Martin); das amorphe Sapotin der Rinde vonAchras Sapota (Bernou); das giftige, kristallisierbare, stark alkalisch reagie-rende Temulin: C 7 H l2 N 2 0, der Samen von Lolium temnXentum (Hofmeister);das kristallisierbare Tlialictrin aus Thalictrum macrocarpum (Doassans);das Trianospermin und das Trianospermatin der Wurzel von Tria.nospe.rmaficifolia (Peckolt); die Alkaloide der Wurzelrinde von Xanthoxylon senega-lense, von denen das eine Ähnlichkeit mit dem Berberin hat (s. S. 1632); dasTylophorin der Tylophora asbhmatica (Hooper); das Valerianin und dasChatenin der frischen Wurzel von Valeriana officinalis (Waliscewski,Chevalier); das flüchtige Yiscin: C"H ll N, des Viscum album (Leprince);das Viticin und das Castin der Frucht von Vitex Agnus castus (Landerer),nach Schneegans sind diese Früchte alkaloidfrei; das amorphe Yiolin derWurzel von Viola odorata (Boullay) usw.

Zahlreiche, bisher jedoch noch nicht näher studierte Alkaloide findensich auch nach M. Greshoff, W. G. Boorsma u. a. in den vielfach durchtoxische Wirkung ausgezeichneten Pflanzen von Niederländiseh-Indien.

Ptomaine.

Syn.: Septicine, Leichenalkaloide, animalisches Chinioidin.Mit obigen Namen bezeichnet man im engeren Sinne eine Anzahl vonbasischen Stoffen, welche in Leichenteilen, besonders in den Eingeweidenexhumierter Kadaver, vermutlich infolge einer Zersetzung von Eiweißstoffenund von Lecithinen, oder als basische Stoffwechselprodukte der Bakterien,vorkommen. Die chemische Natur der Ptomaine ist abhängig von der Dauerder Fäulnis, von der An- oder Abwesenheit des Luftsauerstoffs, der Tempe-ratur und von anderen Umständen. Da die Ptomaine nicht allein die Mehr-zahl der allgemeinen Reaktionen der Pflanzenbasen liefern, sondern sogar inihrem chemischen und physiologischen Verhalten einigen bestimmten Alka-loiden sehr nahe stehen, so sind dieselben für die toxikologisch - chemischeAnalyse, und zwar speziell für die Ausmittelung der Alkaloide, von hoherBedeutung. Diese Bedeutung ist nicht nur eine theoretische, sondern sie istschon mehrfach zu einer praktischen geworden, indem SachverständigePtomaine für ein Pflanzenalkaloid hielten und hierdurch das Leben an-geklagter Individuen auf das bedenklichste gefährdeten. Einzelne von diesenPtomainen scheinen giftig zu sein, andere sind es nicht; einige derselben sindflüssig und flüchtig, andere flüssig und nicht flüchtig und wieder andere festund kristallinisch. Auf der Zunge verursachen sie meist Vertaubung; ihrGeschmack ist ein scharfer, jedoch keineswegs bitterer. Ihr Verhalten gegenLösungsmittel ist ein sehr verschiedenes; einige werden von Äther aus saurerund aus alkalischer Lösung aufgenommen, andere werden nur durch Chloro-form oder Amylalkohol ausgezogen, und wieder andere werden von keinem

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