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Wenig "bekannte Alkaloide.
1849
setzen, ohne zu schmelzen. Beim Erhitzen mit der 5fachen Menge rauchen-der Salzsäure zerfällt die Bieininsäure in CO 2 , NH ] und Methyldioxy-pyridin: C b H 4 (CH 3 )N0 2 -\- 1P0; farhlose, hei 170 his 171° (wasserfrei)schmelzende Nadeln, deren Losung durch Eisenchlorid intensiv rot gefärbtwird (Maquenne, Philippe).
Bicidin: C 12 H 13 N 3 0 3 , ist nach E. Schulze zu 3,5 Proz. in den Coty-ledonen von Bicinuskeimpflanzen, welche mehrere Wochen im Dunkeln vege-tiert haben, enthalten und kann denselben durch Alkohol von 95 Proz. ent-zogen werden (s. S. 860). Kleine, farblose, bei 193° schmelzende Prismen,nach Evans identisch mit Bicinin.
Wenig bekannte Alkaloide.
Die Zahl der bisher wenig charakterisierten Alkaloide ist eine nichtunbeträchtliche. Es zählen hierzu z. B. die Basen der Loturinde, der Bindeder in Indien heimischen Hymplocos racemosa — irrtümlicherweise auchals China californica oder China nova brasiliensis bezeichnet —, das kristalli-sierbare, und sublimierbare (Schmelzp. 234°) Loturin und Colloturin, sowiedas amorphe Loturidin (Hesse). Hierzu gehört ferner das Argemonhl derArgemone mescicana, welches nach Charbonnier aus Morphin besteht,wahrscheinlich aber mit dem Protopin (s. S. 1729) identisch ist; das nachH. Schulze kristallisierbare Agrostemmin der Samen von AgrostemmaGithago; das amorphe Agarytkrin des Agaricus ruber (Phipson); das nachSchuchardt amorphe Alangin der Wurzel und der Binde von AlangiumLamarchii; das Amaryllin der Zwiebel von Amaryllus formosiasima und dasBelamarin der Zwiebel von Amaryllus Belladonna, Basen, die nach Eragnerbeide kristallisierbar sind; das amorphe Asimin der Samen von Asimina tribola(Lloyd); das coniceinähnliche, flüchtige Aroidin einiger Aroideen; das Aza-dirin der Melia Azadirachta (Piddington); das Anchietin der Wurzelrindevon Anchietea salubris, welches nach Peckolt in. gelben Nadeln kristallisiert;das Apyrin der Nüsse von Cocos nucifera und C. lapidea (Bizio); das kri-stallisierbare Anthemin der Anthemis arvensis (Pattone); das Atkerospernünder Atherosperma moschatum (Zeyer); das Boldin der Blätter von Penniusboldus (Chile), Bourgoin, Verne; das in Nadeln kristallisierende, bei 59°schmelzende Cecropin und das damit isomere, in Blättchen kristallisierende,bei 100" schmelzende Cecropidin der Cecropia peltata (Alboni); das Cicutinder Wurzel von Cicuta virosa (Polex); das Chaerophyllin der Erüchte vonChaeropliyllum bulbosum (Polstorff); das amorphe Crossopterin der Bindevon" Crossopteris Kotschyana (Hesse); das giftige Cygnin: C l9 H i2 N'' ! 0 3 , austra-lischer Pflanzen (Mann, Ince); das Cynapin der Aethusa Cynapium(Picinus); das Eupatorin der Blätter und Blüten von Eapatorium canna-binum und von Eapatorium perfoliatum (Bighini); das in Octaedernkristallisierbare Esenbeckin der Binde von Esenbeckia febrifuga (AmEnde); das kristallisierbare lsopyroin: C 2n H 45 N0 9 (?) (Frankforter); dasIsopyrin und das Pseudoisopyrin (Hartsen) der Wurzel von Isopyrumthalictroides; das kristallisierbare, bei 77° schmelzende Jambosiii: C 10 H ls NO 3 ,der Wurzelrinde von Myrtus Jambosa (Gerrard); das Hederin der Samenvon Bedera B~elix (Vandamme, Chevallier); das in Nadeln kristallisierendeKatin: C l0 H l8 N 2 O, der Blätter von Catha edulis (Beitter); das Majalinder Conrallaria majalis (St. Martin); das Morrenin der Wurzel von Morreniabrachystephana (Arata, Geizer); das amorphe Nupharin: C 18 H 24 N 2 0 2 , derWurzel von Nymphaea alba und A T . lutea (Grüning), nach Goris und Cretebei der Einwirkung von Barytwasser Zimtaldehyd liefernd; das amorphe
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