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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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1591
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Salze des Strychnins.

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durch Umkristallisation aus Weingeist in glänzende, vierseitige Nadeln ver-wandelt werden kann.

Saures Stry chninphosphat: C' 1 H 22 N 2 0 2 , H a PO' 1 + 2 H 2 0 , durchDio-erieren von Strychnin mit mäßig verdünnter Phosphorsäure darstellbar,bildet leicht lösliche (1 : 6), sauer reagierende Nadeln.

Strychninarsenit: C 21 H 22 N 2 0 2 , HAsO 2 , wird nach F. Ceresoli er-halten durch Vermischen der heißen Lösungen von 3,2 g KOH und 3,3 gAs 2 0 3 in 40 ccm Wasser und von 12 g Strychnin in 20 ccm Wasser und 2,6 gH'SO 4 . Nach dem Auskristallisieren des K 2 S0 4 wird die Lösung zur Trockneeingedampft und der Rückstand mit heißem Alkohol ausgezogen. Beim frei-willigen Verdunsten dieser Lösung soll sich das Arsenit in mattweißen, würfel-förmigen Kriställohen ausscheiden, die in 35 Tln. kaltem Wasser löslich sind.

Ohiappero läßt, zur Darstellung des Strychninarsenits 12,4g As 2 0 3 in800 ccm Wasser und 10 Tln. Salzsäure von 1,18 spez. Gew. heiß lösen, dieserLösung dann 42 g gepul vertes Strychnin zuf ligen und nach dessen Auflösungdie Flüssigkeit kristallisieren.

Strychninarsenat: 0 21 H 22 N 2 0 2 , H a As0 4 , wird durch Lösen von 1,2gArsensäure und 3,4 g Strychnin in 41 ccm heißem Wasser und Kristallisieren-lassen der filtrierten Lösung erhalten. Kleine, weiße Prismen, die sich in15 Tln. kaltem und in 5 Tln. heißem Wasser, schwer in Alkohol lösen(Chiappero).

Strychninkakodylat: C 2I H 22 N 2 0 2 , (CH 3 ) 2 HAs0 2 , ist ein leicht zer-setzliches Salz, dessen Lösung daher zweckmäßig frisch hergestellt wird, in-dem man 0,37 g Strychninsulfat mit 1,05 g Natriumkakodylat in wässerigerLösung mischt, um 1 g Strychninkakodylat zu erhalten.

Strychnindichromat: (C 21 H 22 N 2 O 2 ) 2 H 2 Cr 2 O 7 , scheidet sich aus denLösungen der Strychnin salze auf Zusatz von Kaliumdichromat als ein gelb-brauner , kristallinischer Niederschlag ab, welcher durch Umkristallisationaus kochendem Wasser in orangegelbe, glänzende Nadeln, durch Umkristalli-sation aus heißer Essigsäure in rotgelbe Würfel oder Oktaeder übergeführtwerden kann. Bei längerer Aufbewahrung, schneller im Licht, nimmt eseine braune Farbe an. Das Strychnindichromat löst sich bei 18° in 1815,bei 100° in 243 Tln. Wasser. Strychninchromat: (C 21 H 22 N 2 0 2 ) 2 H 2 CrO",durch Fällung von Strychninsalzlösung mit Kaliumchromat darstellbar, bildetorangegelbe Nadeln, welche sich in 469 Tln. kalten und in 171 Tln. siedendenWassers lösen (Ditzler).

Das Strychnin-Goldchlorid: C 21 H 22 N 2 0 2 , HCl + AuCl 3 , und dasStrychnin-Platinchlorid: (C 21 H 2v N 2 0 2 , HCl) 2 -f- PtCl 4 , bilden gelbe, inWasser schwer lösliche Niederschläge. Das Strychnin-Eisenchlorid:C 21 H 22 N 2 0 2 , HCl + FeCl 3 , kristallisiert in rotbraunen, hexagonalen Säulenoder Tafeln.

Das Strychninacetat ist nur wenig beständig. Das Strychnin-tartrat: (C 21 H 22 N 2 0 2 ) 2 C 4 H 6 0 6 + 4H 2 0, kristallisiert in glänzenden, leichtverwitternden, in Wasser und in Weingeist leicht löslichen Nadeln. DasStrychninrhodanid: C 8l H 22 N 2 0 2 , CNSH, wird als weißer, kristallinischerNiederschlag erhalten, beim Fällen von Strychninnitratlösung mit Bhodan-kaliumlösung. Durch Umkristallisieren aus heißem Wasser resultiert es inseidenglänzenden Nadeln, die in reinem Wasser und in Alkohol leicht, inrhodankaliumhaltigem Wasser schwer löslich sind. Das Strychninpikratist ein gelber, kristallinischer, in Wasser fast -unlöslicher Niederschlag. DasStrychninpikrolonat färbt sich bei 256° dunkel und schmilzt gegen 275°.

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