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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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Sumachgerbstoff, Ipecacuanhasäure usw.

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Verbindung C S4 H !a O u . C' 2 H 3 0 gebildet. Beim Kochen mit verdünnter Salz-säure entsteht ein unlösliches Gerbstoffrot: C^H^O* 1 (Sack).

Der Sumachgerbstoff der jüngeren Zweige von Uhus coriaria, welcherim Handel als ein feines Pulver vorkommt, soll nach Löwe Gallusgerbsäure,nach Stenhouse Gallussäure enthalten. Nach Strauß und Gschwendnerist der Sumachgerbstoff zwar der Gallusgerbsäure in den Beaktionen sehrähnlich, jedoch gibt er mit Barytwasser eine hellgrüne Fällung, währendGallusgerbsäure eine blaue Fällung liefert. Derselbe soll durch die FormelC 3 'H w 0 19 -OCH 3 zum Ausdruck kommen.

Der Erlenholzgerbstoff: C 27 H 80 O u , aus dem Holz von Alnus glutinosadarstellbar, ist eine rotbraune, in kochendem Wasser und in verdünntemAlkohol leicht lösliche Masse. Gibt mit Bisenchlorid eine schmutzig grüneFärbung. Durch Kochen mit verdünnten Säuren wird Erlenrot: C' 23 H S2 0 8 ,und Traubenzucker gebildet. Liefert bei der trockenen Destillation Brenz-catechin und beim Schmelzen mit Kalihydrat Phloroglucin und Protocatechu-säure (Dreykorn, Beichard).

Tormentillgerbsäure: C ! 'H 2! 0" (Bembold), findet sich neben ge-ringen Mengen von Ellagsäure und viel Chinovasäure in der Wurzel vonPotentiüa tormenlilla. Sie ist eine amorphe, gelblichrötliche, in "Wasserleicht lösliche Masse, welche durch verdünnte Säuren in Torrnentillrotund Zucker gespalten wird. Ihre Lösung wird durch Eisenchlorid grüngefärbt.

Hopfengerbsäure: C"H 24 0 13 (Etti). Die Gerbsäure der Hopfenzapfenbildet ein rehfarbiges, in Wasser, verdünntem Alkohol und Essigäther leichtlösliches Pulver. Die wässerige Lösung fällt Eiweiß, macht Leimlösungopalisierend, ohne jedoch eine Fällung zu verursachen, und färbt sich mitEisenchlorid dunkelgrün. Beim Kochen mit verdünnten Säuren spaltet siesich in amorphes, zimtbraun gefärbtes Hopfen rot: C 19 H I4 0 8 , und Trauben-zucker. Das Hopfenrot wird durch schmelzendes Kalihydrat in Phloroglucinund Protocatechusäure übergeführt.

lpecacuanhasiiure: C'^H'-O 7 (Willigk), C l7 H s6 0 lu (Kimura), derWurzel von Cephaelis Ipecacuanha, wurde von Pelletier für Gallusgerb-säure, bzw. Gallussäure gehalten. Rötlichbraune, amoiphe, hygroskopischeMasse, deren wässerige Lösungen durch Eisenoxydsalze grün, bei Zusatz vonAmmoniak, schwarz gefärbt werden. Die Ipecacuanhasäure, welche an derWirksamkeit der Ipecacuanhawurzel kaum beteiligt ist, scheint glycosid-artiger Natur zu sein.

Rheumgerbsäure: C 20 H' iB O 14 (Kubly), der Ehabarberwurzel ist eingelbbraunes Pulver, dessen Lösung Leimlösung fällt und mit Eisenchlorid einenschwarzgrünen Niederschlag liefert. Beim Kochen mit verdünnten Säurenentsteht gärungsfähiger Zucker und schwer lösliche Rheumsäure: C !0 H 16 O 6 .

Hamamelisgerbstoffe. Die Binde von Hamamelis virginica enthältneben einem Äther des Phytosterins (s. S. 740), Gallussäure, Trauben-zucker, Hamamelitannin und Glycosidgerbstoff (F. Grüttner).

Das Hamamelitannin: C 14 H 14 0 9 + 5H*0, bzw. 27^*0, bildet eineharte, farblose, aus zu Kugeln vereinigten Nadeln bestehende, kristallinischeMasse, die leicht in heißem, schwerer in kaltem Wasser löslich ist. Alkohol,Äther und Aceton lösen bei gewöhnlicher Temperatur nur wenig davon auf.Bei 100° getrocknet schmilzt das Hamamelitannin bei 203°. Eiweiß-, Leim-und Alkaloidlösungen werden durch dasselbe gefällt. Unter Umständenresultiert das Hamamelitannin nur in amorpher Form. Bechtsdrehend.