Aloe.
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Bei der Herstellung des Asphaltpflasters bringt man entweder fein ge-mahlenen Asphaltstein direkt auf eine trockene Betonschicht und stampftihn mit heißen Schlägern oder Walzen fest: Stampfasphalt —, oder manschmilzt Asphaltmastix (ein durch Zusammenschmelzen von ausgeschmol-zenem Erdbitumen mit gemahlenem Asphaltstein hergestelltes Gemisch) mitKies zusammen und trägt den flüssigen Brei auf: Gußasphalt.
Zu den fossilen Harzen zählt ferner eine Anzahl harzartiger Stoffe,welche bisweilen in Braunkohlen-, Steinkohlen- und Torflagern, sowie inbituminösen Schiefern und fossilen Hölzern vorkommen, •/.. B. der Betinit,der Betinasphalt, der Ixolyt, das Hartin, der Ambrit, das Pyro-retin, das Xyloretin, der Helenit und andere. Über die chemischeNatur letzterer Erdharze ist jedoch bisher wenig oder gar nichts bekannt.Der Siegburgit ist ein fossiler Storax.
G. Harzhaltige Pflanzensäfte.
Als harzhaltige Pflauzensäfte mögen im nachstehenden einige arz-neilich angewendete Stoffe eine Besprechung finden, welche durch Ein-dickung von Säften, die teils freiwillig, teils unfreiwillig aus Pflanzenfließen, gewonnen werden. Dieselben sind zu betrachten als Gemengevon Harzen mit in Wasser löslichen Substanzen, wie z. B. Extraktiv-stoffen, Bitterstoffen, Gerbstoffen usw r .
Aloe.
Die Aloe ist der freiwillig oder bei künstlicher Wärme eingedickte Saftder Blätter verschiedener Spezies der der Familie der Liliaceen angehörendenGattung Aloe, welche besonders im Gebiet des Boten Meeres, an der Süd-und Ostküste Afrikas heimisch ist und in Ost- und Westindien kultiviertwird. Das Aussehen der Aloe ist je nach der Pflanzenspezies und der Artder Gewinnung ein sehr verschiedenes. Je nachdem das Eindicken desAloesaftes rasch oder langsam geschieht, erscheint die resultierende Aloe alsundurchsichtige, etwas kristallinische oder als durchscheinende, amorpheMasse. Diese Sorten stimmen jedoch in dem eigentümlich aromatischenGeruch, in dem intensiv bitteren Geschmack und ihrer stark abführendenWirkung überein. Die Bestandteile der Aloe zeigen je nach der Abstam-mung derselben kleinere oder größere Verschiedenheiten. In Deutschlandund in den benachbarten Ländern ist vorzugsweise die durchscheinende, vonAloe ferox, A. africana, A. vulgaris, A. spicata, A. Ungua und anderen Aloe-arten des Kaplandes abstammende Aloe lucida im arzneilichen Gebrauch:Kap-Aloe. Dieselbe bildet eine dunkelbraune, leicht in großmuschelige,glasglänzende Stücke und in durchsichtige, scharfkantige, rötliche bis hell-braune Splitterchen zerbrechende Masse. Sie besitzt einen eigentümlichen,safranartigen Geruch und einen intensiv bitteren GeFchmack. Die Kap-Aloeist amorph; bei mikroskopischer Betrachtung enthält dieselbe keine Kri-stalle. Über Ätzkalk völlig ausgetrocknet, liefert sie ein gelbes, bei 100"nicht zusammenfließendes Pulver. Wasserhaltige Aloe erweicht bei derWärme des Wasserbades, und zwar um so mehr, je größer ihr Wassergehaltist. Die Aloe löst sich in der doppelten Menge kochenden Wassers zu einer
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