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Asphalt.
bereitet ist, wird nur sehr geringe Mengen, unter Umständen gar keineBernsteinsäure liefern ("W. Sonne).
Dem Bernstein verwandt ist der Gedanit, der jedoch keine Bernstein-säure enthält. Die als Glessit, Kranzit, Stantienit, Beokerit, Allin-git bezeichneten, hernsteinsäurefreien, fossilen Harze, welche schon äußerlichvon dem Bernstein verschieden sind, stammen von anderen Pflanzen ab, alsletzterer.
Asphalt. Als Asphalt, Erdpech, Judenpech, Bergteer bezeichnetman ein Erdharz, welches vermutlich durch Verharzung von Erdöl ent-standen ist. Der Asphalt kommt nur selten im reinen Zustande vor, häufigerfindet er sich als ein Gemengteil verschiedenartiger Gesteine. Als Fund-stätten des eigentlichen, naturellen Asphalts sind bekannt das Tote Meer,Palästina, Ägypten, der Asphaltsee auf Trinidad, ein Ort in der Nähe vonHavanna und Coxitambo in Peru. In Europa kommt der eigentliche Asphaltkaum vor, wohl aber finden sich an vielen Orten Harze, welche zu dem-selben in naher Beziehung stehen — Bergteer —. Derartige, dem Asphaltähnliche Harze, bezüglich harzführende Gesteine (Asphaltsteine) kommenz. B. vor in Pechelbronn und Lobsann im Elsaß, bei Parc und Seyssel ander Ehone, im Traverstale im Kanton Neuenburg und an verschiedenenOrten Braunschweigs, Hannovers und Holsteins. Aus den asphaltführendenGesteinen wird der Asphalt durch Auskochen mit "Wasser und Abschöpfender an die Oberfläche emporsteigenden harzigen oder öligen Massen gewonnen. •Der am Toten Meer usw. vorkommende Asphalt wird seiner Beinheit wegenohne weiteres als solcher in den Handel gebracht. Der Trinidad asphalt(Trinidaderde) enthält nur etwa 45 Proz. Bitumen, 25 Proz. Wasser und30 Proz. erdige (mineralische) Bestandteile.
Der reine Asphalt bildet formlose, braunschwarze bis pechschwarze,dichte, spröde, fast geruch- und geschmacklose Massen mit muscheligem,fettglänzendem Bruch. In Wasser ist derselbe unlöslich, auch Alkohol,Äther und Atzlauge vermögen ihn nur teilweise zu lösen. In Petroleum-benzin und in Terpentinöl ist er vollständig löslich. . Schon bei gelinderWärme wird der Asphalt zähe, gegen 100° erweicht er und liefert alsdannbei weiterem, vorsichtigem Erhitzen Wasser und etwas flüchtiges Ol — Petro-len — als Destillationsprodukte. Bei stärkerer Erhitzung tritt eine Zer-setzung der nicht flüchtigen Bestandteile, des sogenannten Asphaltens,ein, indem unter Zurücklassung einer porösen Kohle ein teerartig riechendes,im wesentlichen aus Terpenen bestehendes Ol — Oleum Asphalti — über-destilliert. Angezündet, verbrennt der Asphalt mit leuchtender Flammeunter Entwickelung eines bituminösen Geruchs. Die Zusammensetzung desAsphalts der verschiedenen Fundorte ist eine sehr verschiedene; währendeinzelne Sorten nur aus Kohlenwasserstoffen bestehen, enthalten andere nochwechselnde Mengen von Sauerstoff, sowie auch geringe Mengen von Stick-stoff und Schwefel.
Der Asphalt dient zur Herstellung von Lacken und Firnissen, zur Im-prägnierung von Dachpappe, sowie zur Herstellung von Asphaltpflaster. Zuletzterem Zwecke dienen außer Trinidadasphalt bisweilen auch die pech-artigen Destillationsrückstände des Steinkohlenteers und auch des Braun-kohlenteers — künstlicher Asphalt ■—, welche in ihren physikalischenEigenschaften und in ihren Löslichkeitsverhältnissen dem natürlichen Asphaltsehr ähnlich sind. Diese künstlichen Asphalte sind jedoch weniger hart undelastisch und infolgedessen auch speziell bei der Verwendung zur Herstellungvon Asphaltpflaster weniger dauerhaft, als die naturellen Asphalte.