Scammoniumharz.
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schmelzende
gespalten in
wird das Jalapin in Traubenzucker 1 ) und in die einbasische Jalapinol-säure: C l "H 30 O 3 (Jalapinol, Orizabol) gespalten:
0 84 H 5e 0 i« _j_ 6H * 0 = 3C 8 H 1!? 0 6 + C 16 H 30 O 3 .
Die Jalapinolsäure bildet weiße, hlumenkohlartige, "bei 62°Kristalle.
Wird das Jalapin mit Barytwasser gekocht, so wird esTraubenzucker, Methyl-Crotonsäure (s. S. 752), rechtsdrehende Methyl-Äthyl-Essigsäure (s. S. 463) und zwei nicht flüchtige Säuren, von denendie eine in Äther unlöslich ist: Jalapinolsäure (s. oben), die andere inÄther löslich ist: C 10 H?°0 6 (Kromer).
Das Scainmoniumharz dient zu arzneilichen Zwecken. Die gute Be-schaffenheit desselben ergibt sich durch die Löslichkeit in Äther und inÄtzalkalien. Aus letzterer Lösung werde durch Zusatz von Säuren im Über-schuß kein Harz abgeschieden. Schwefelkohlenstoff löse nichts von demScammoniumharz auf.
Mit dem Jalapin zeigt der in Äther unlösliche Teil des Harzes derWurzel von Ipomoea Turpethum, das Turpethin, in den Eigenschaftengroße Ähnlichkeit. Dasselbe ist jedoch in Äther unlöslich. Nach Spirgatisbesitzt das Turpethin dieselbe Zusammensetzung wie das Jalapin. NachN. Kromer kommt demselben die Formel C 76 H 126 0 36 zu. Durch verdünnteMineralsäuren soll das Turpethin in kristallisierbares Turpethol: O ,0 H B0 O 5(Schmelzp. 85,7°), Isobuttersäure, Traubenzucker und eine dickflüssige SäureC 15 H sa 0 5 verwandelt werden.
Der in Äther lösliche Teil des Turpethharzes, das glycosidartige Tur-pethein, läßt sich durch Petroleumäther in einen darin löslichen Teil:«-Turpethein, und einen darin schwer löslichen Teil: jS-Turpethe'in zerlegen.Das «-Turpethein liefert bei der hydrolytischen Spaltung eine nicht flüch-tige Oxysäure C'H^O 3 , welche isomer, vielleicht sogar identisch mit derJalapinolsäure (s. oben) und der Tampicolsäure (s. dort) ist, eine Valerian-säure und Bhamnose. Das /S-Turpethe'in liefert■ unter den gleichen Be-dingungen eine nicht flüchtige kohlenstoffreiche Fettsäure, Traubenzuckerund Rhodeose (Votocek, Kastner).
Die oberirdischen Stengelteile von Ipomoea purpurea enthalten 4,8 Proz.eines abführend wirkenden Harzes, welches daraus in ähnlicher Weise dar-gestellt werden kann, wie das Jalapenharz. Der Petroleumätherauszugdieses Harzes (8 Proz.) enthält C 35 H 72 , Phytosterin und andere Stoffe, derÄtherauszug (7,3 Proz.) liefert beim Kochen mit alkoholischer Schwefelsäurevon 5 Proz. ein angenehm riechendes Ol, flüchtige und nicht flüchtige Säurenund Traubenzucker. Der Essigätherauszug dieses Harzes enthält nebenanderen Stoffen eine kleine Menge eines kristallinischen, bei 285 bis 290°schmelzenden Alkohols: Ipuranol: C !3 H 3B 0*(OH) ! . Aus dem alkoholischenAuszuge des Harzes wird durch Kochen mit alkoholischer Schwefelsäure von5 Proz. Ipurolsäure: C 13 H 2b (OH) 2 —CO . OH, gebildet, welche in farblosen,seidenartigen, bei 100 bis 101° schmelzenden Nadeln kristallisiert (F.B. Power,H. Rogerson).
Über das Ipomoe'in und das Tampicin s. dort.
*) Nach Votocek wird bei der hydrolytischen Spaltung des Jalapins, nebenTraubenzucker, Rhodeose: C 8 H 18 0 5 , gebildet (s. S. 310).