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Dammarharz, Copal.
wachsenden Cupressinee. Der Sandarak bildet tropfenförmige, länglichrunde,gelbliche, weiß bestaubte, durchscheinende Körner mit glasglänzendem Bruch.Beim Kauen erweicht er nicht. Erhitzt, verbreitet er einen angenehmenGeruch. In kaltem Alkohol ist er nur zum Teil, in heißem Alkohol und inTerpentinöl vollständig löslich. Der Sandarak enthält geringe Mengen einesRechts-Pinen und Dipenten enthaltenden ätherischen Öls und eines iuWasser löslichen Bitterstoffs. Von den sonstigen Bestandteilen ist sicher nureine in Nadeln vom Schmelzp. 171° kristallisierende, optisch inaktive Pimar-säure: 0 20 H ao O s , nachgewiesen (Henry). Die von Tschirch, Balzer undWolff als Sandarakolsäure: C^H^O 7 , Oallitrolsäure: C M H 80 O 8 , San-daracinsäure: C is H 3, O s , Sandaracinolsäure: C !4 H s, 0 5 , bezeichnetenoptisch inaktiven Verbindungen bedürfen noch der weiteren Bestätigung.Der Sandarak dient zum Räuchern und zur Darstellung von Firnis.
Dammarharz, Ee.nna Dammarae, ist das Harz von Shorea Wisneri, einerauf den Molukken einheimischen Dipterocarpee. Dasselbe bildet rundliche,mehrere Centimeter große, farblose oder gelbliche, durchsichtige, leicht zer-reibliche Massen mit muscheligem, glasglänzendem Bruch. Es ist härter als(Jolophonium, weicher jedoch als Copal. In kaltem Alkohol und in Äther istes nur teilweise löslich; von Schwefelkohlenstoff, Chloroform und Terpentinölwird es dagegen gelöst. Die Angaben über die Bestandteile des Dammar-harzes lauten sehr widersprechend. Nach Dulk enthält dasselbe Spurenvon ätherischem Ol, etwa 80 Proz. eines sauren, nur sehr unvollkommenstudierten Harzes (Dammarylsäure) und etwa 20 Proz. eines indifferentenHarzes (C^H 16 ) 11 . Nach Graf enthält das Dammarharz 1 Proz. einer ein-basischen Säure: C lö H a2 O a , als gelbliches, geruchloses, in Alkohol, Äther undChloroform lösliches Pulver, welches nicht ohne Zersetzung schmilzt, 60 Proz.eines bei 61° schmelzenden, in Alkohol löslichen Harzes, ohne sauren Cha-rakter: C^H^O 2 , und 40 Proz. eines in Alkohol unlöslichen, bei 144 bis 145°schmelzenden Harzes. Glimmann fand im Dammarliarze 23 Proz. kristal-linischer Dammarolsäure: C 5, H 77 0 3 (OH) (CO . OH)', 40 Proz. alkohol-löslichen «-Dammar-Besens: C^H^'O 2 , und 22,5 Proz. alkoholunlöslichenß-Dammar - Besens: C bl H 52 0. Das Dammarharz dient zur Darstellungvon Lack.
Wird 1 Tl. fein gepulvertes Dammarharz mit 10 Tln. Ammoniakflüssig-keit unter zeitweiligem Uinschütteln V s Stunde lang stehen gelassen, so werdedas Piltrat beim Übersättigen mit Essigsäure nicht getrübt: Colophoniurn.
Copal. Als Copal bezeichnet man eine Anzahl von Harzen, deren Ab-stammung nur zum Teil bekannt ist. Dieselben kennzeichnen sich durchgroße Härte, hohen Schmelzpunkt und durch Widerstandsfähigkeit gegen die.allgemeinen Lösungsmittel der Harze. Besonders sind es die an der Ost- undWestküste von Afrika und in Südamerika wachsenden Bäume der GattungHymenaea, Trachylobium, Vouapa und Guiburtia, Familie der Caesalpiniaceen,welche die größte Menge des Copals liefern (ostafrikanischer, westafrikani-scher und südamerikanischer Copal). Auch das Harz der in Neu-Seelandund in Caledonien heimischen Conifere Dammarn australis (Kowrie- oderKouri-Copal), sowie das Harz der in Ostindien wachsenden DipterocarpeeValeria indica (Manilla-Copal) wird als Copal in den Handel gebracht. DasAussehen des Copals 1 ), das spez. Gew. (1,0.5 bis 1,15), sowie das Verhalten
*) Hierüber sind die ausführlichen Lehrbücher der Pharmakognosie, besondersWiesner, Rohstoffe des Pflanzenreichs, und Tschirch, Harze und Harzbehälter, zubefragen.