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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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Monobrom campber.

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Spiritus ecutiphoratus ist eine Lösung von 1 Tl. Campher in 7 Tln.Alkohol von 90 bis 91 Proz. und 2 Tln. "Wasser. Dieselbe besitzt ein spez.Gew. von 0,887 bei 15° und ein Drehungsvermögen von -\- 6° 54' bei 17° beieiner Rohrlänge von 2 dem (Deußen).

Prüfung. Die gute Beschaffenheit des Campherspiritus ergibt sichzunächst durch die Farblosigkeit, die Flüchtigkeit, das spez. Gew. (0,885 bis0,889) und die Stärke des Drehungsvermögens. Eine dauernde Ausscheidungvon Campher darf bei 15° aus 10 g Campherspiritus erst nach Zusatz von4,6 cem Wasser von 15° eintreten. Bei Gegenwart von Methylalkohol trittschon früher eine Campherausscheidung ein.

Resorcin-Campher und Thymol-Campher sind ölige, durch Zu-sammenschmelzen gleicher Teile der Komponenten hergestellte Flüssigkeiten.Salicyl-Campher soll aus 43 Tln. Salicylsäure und 56 Tln. Camph'er be-stehen; weißes, in fetten Ölen lösliches Pulver. Camphossil soll einKondensationsprodukt von Salicylsäure und Campher sein; fettige, kristal-linische Masse.

CHBrMonobroiiic.ainpher: CH 14 <;-

G'amplbora monohromata, ß-Brom-

campher. Wird gepulverter Campher mit etwas mehr als der gleichen Ge-wichtsmenge Brom zusammengebracht, so wird im wesentlichen Campher-dibromid: C 10 H 10 OBr*, gebildet. Letztere Verbindung entsteht noch leichter,wenn man den Campber zuvor in Chloroform löst. Das Campherdibromidbildet ein rotes, schon beim Aufbewahren sich rasch zersetzendes Kristall-pulver. Erhitzt man obiges Einwirkungsprodukt von Brom auf Camphersofort im Wasserbade, so wird unter Entwickelung von BromwasserstoffMonobromcampher gebildet:

C I0 H 18 OBr 2 = HBr + C I0 H I5 BrO.

Zur Darstellung des Monobromcamphers bringt man in einengeräumigen Kolben 30 Tle. zerriebenen Camphers und fügt allmählich 32 Tle.trockenen Broms zu. Sobald sich die Masse verflüssigt hat, erwärmt mandieselbe im Wasserbade, und zwar so lange, bis die Entwickelung von Brom-wasserstoff nachläßt. Hierauf setzt man zu dem Kolbeninhalt etwa die drei-bis vierfache Menge heißen Wassers, schüttelt die Masse tüchtig durch,sammelt alsdann nach dem Erkalten den weiß gewordenen Monobromcampherund kristallisiert ihn nach dem Abtrocknen aus heißem Alkohol oder heißemLigroin um. In den Mutterlaugen ist eine kleine Menge des leicht löslichen,bei 61° schmelzenden, mit dem a- Bromcampher vielleicht stereoisomeren^-Bromoamphers: C 10 H ls BrO, enthalten.

Der Monobromcampher bildet farblose, nadeiförmige, campherartigriechende Kristalle, welche bei 76° schmelzen. Er siedet ohne Zersetzungbei 274°. Bei gewöhnlicher Temperatur sublimiert er nicht, wohl aber, so-bald er über seinen Schmelzpunkt hinaus erhitzt wird. Er löst sich in den-selben Flüssigkeiten wie der Laurineencampher, nur in kaltem Alkohol ister weit weniger löslich. Bei längerem Erhitzen mit Wasser erleidet er eineZersetzung in Campher, Bromwasserstofi und Brom. Alkoholische Kalilösungist ohne Einwirkung auf denselben, wogegen Silberoxyd hei Gegenwart vonChloroform ihn zersetzt, indem sich Bromsilber, Silber, Kohlensäureanhydridund eine ölige Substanz bildet. In alkoholischer Lösung mit Natriumamal-gam oder mit Silbernitrat zusammengebracht, verwandelt sich der Monobrom-campher wieder in gewöhnlichen Campher. Hydroxylamin führt den Mono-bromcampher in Campheroxim (s. oben) über.

Schmidt, Pharmazeutische Chemie. II. og

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