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Laurineencampher.
Lösung noch sehr deutlich den Geruch und den Geschmack des Cam-phers. In Alkohol, in Äther, in Schwefelkohlenstoff, in Chloroform, inEssigsäure, in flüssigen Kohlenwasserstoffen, sowie in fetten und inätherischen Ülen ist der Campher leicht löslich. Trotz des hohenSchmelz- und Siedepunktes verdampft derselbe schon bei gewöhnlicherTemperatur ziemlich rasch. Auf Wasser geworfen zeigen kleineCampherstückchen eine lebhafte, kreisende Bewegung, indem gleich-zeitig Verdunstung und in geringem Maße auch Lösung stattfindet.Verreibt man trockenes Chloralhydrat, Phenol, Thymol oder Mentholmit Campher, so verflüssigt sich die ganze Masse. Auch Chlorwasser-stoff, sowie Stickstoffdioxyd und Schwefligsäureanhydrid verflüssigenden Campher, ohne ihn jedoch zu verändern. Schon an der Luft,rascher beim Erwärmen verliert die in letzterem Fall resultierendeFlüssigkeit Chlorwasserstoff bzw. Stickstoffdioxyd und Schwefligsäure-anhydrid, so daß schließlich unveränderter Campher zurückbleibt.
Übergießt man eine kleine Messerspitze des zerriebenen, käuflichenLaurineencamphers auf einem Uhrglase mit 10 Tropfen Vanillinsalz-säure (1 Tl. Vanillin, 100 Tle. Salzsäure von 25 Proz.), so tritt nacheinigen Minuten eine schöne Rosafärbung auf. Wendet man unterobigen Bedingungen 10 Tropfen eines vollständig erkalteten Ge-misches aus 2 Vol. Vanillinsalzsäure und 2,5 Vol. Schwefelsäure an, sotritt nach 2 Stunden eine Grün-, nach 7 bis 8 Stunden eine Blau-färbung ein. Diese Farbenreaktionen werden jedoch nur durch einegeringe Beimengung verursacht, welche sich in dem käuflichen Lau-rineencampher findet. Chemisch reiner Laurineencampher und reinersynthetischer Campher liefern daher diese Farbenreaktionen nicht(Bohrisch).
Kalte konzentrierte Schwefelsäure löst den Campher ohne Zer-setzung ; auf Zusatz von Wasser scheidet er sich daher unverändertwieder aus der Lösung ab. In der Wärme findet tiefer greifendeZersetzung unter Bildung von Carvenon: C 1(I H 1S 0 (Siedep. 235°),Carvacrol: C 10 H"O (s. S. 1101), und Para-Cymol: C 10 H«, statt.Wird der Campher mit rauchender Salpetersäure behandelt oder mitSalpetersäure vom spez. Gew. 1,37 destilliert, so schwimmt in letzteremFall auf dem Destillat eine ölige Flüssigkeit von der Zusammensetzung(C 10 H 1(i O) 2 .N 2 O 5 , welche in Alkohol und in Äther ohne Zersetzunglöslich ist, durch Wasser aber in Campher und Salpetersäure zerlegtwird. Durch anhaltendes Kochen mit Salpetersäure geht der Campherin Camphersäure: C 8 H u (C O . 0 H) 2 , und in Camphoronsäure:C 9 H 14 0°, über (s. unten). Bei der Oxydation mittels Chromsäure wirdaußer letzteren beiden Säuren, als weiteres Oxydationsprodukt der-selben, noch Adipinsäure: C 0 H 10 O 4 , gebildet.
Phosphorsäureanhydrid oder geschmolzenes Chlorzink zerlegen beider Destillation den Campher in Para-Cymol: C 10 H U , und Wasser:
QlO H 16 0 _ C 10 H 14 _j_ H ! 0 .