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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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Jodeosin, Galle'in, Ehodamine.

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Prüfung. Um die Brauchbarkeit, des Jodeosins als Indikator zu kon-statieren, übergieße man in einer etwa 250 ccm fassenden Flasche aus weißem,widerstandsfähigem Glase 100 ccm Wasser mit einer 1cm hohen Schicht vonvollständig neutralem Äther, füge einen Tropfen y i00 -Normal-Salzsäure und10 Tropfen Jodeosinlösung (1 : 500 in Alkohol) zu und schüttele kräftig um;die wässerige Schicht muß alsdann ungefärbt bleiben. Fügt man hier-auf der Mischung zwei Tropfen '/,- Normal -Kalilauge zu, so muß nacherneutem kräftigen Schütteln die untere wässerige Schicht blaßrosa gefärbterscheinen.

Um die Brauchbarkeit der benutzten, mit Glasstopfen verschlossenenSchüttelflasche, des angewendeten Äthers und Wassers zu prüfen, schütteleman kräftig in derselben 100 ccm Wasser mit 1cm hoher Atherschicht und10 Tropfen Jodeosinlösung: es trete hierbei keine Färbung des Wassers ein,wohl aber, wenn der Mischung noch ein Tropfen '/ 10U -Normal-KHlilauge zu-gefügt wird. Sollte bereits ohne letzteren Zusatz eine blasse Rosafärbungdes Wassers eintreten, so füge man aus einer Bürette tropfenweiseV, 00 -Normal-Salzsäure, nach Zusatz jedes Tropfens kräftig umschüttelnd, zu,bis die Blaß-Bosafärbung eben verschwindet. Die hierzu verbrauchte, unternormalen Verhältnissen sehr geringe Säuremenge ist nötigenfalls hei späterenTitrationen von den zur Sättigung des zu bestimmenden Alkaloids erforder-lichen ccm '^-iSrormal-Salzsäure in Abzug zu bringen.

Zu dem Fluorescem steht in Beziehung der in Form seines Chlorzink-doppelsalzes als Pyronin oder auch als Rose, bezeichnete Farbstoff: (CH 3 )*N

OTT. C 6 H 3 < q ^C«H a :N(CH'0"Cl. Derselbe entsteht aus dem Einwirkungspro-dukt des Formaldehyds auf Dimethyl-meta-AmidophenoI: C'H' 1 Lj/pTrsy .,> dem

Dioxy-Tetramethyldiamidodiphenylmethan: (CH J ) ! N . CH

;/

OH HO s

iC 6 H J

-CH*

. N(CH' ! )' 2 , durch Behandeln mit wasserentziehenden und oxydierendenAgenzien. Das Pyronin besitzt in Lösung eine schön rote Farbe mit gelberFluoreszenz. Auf Seide und mit Tannin geheizter Baumwolle erzeugt es einschönes Bosa. Seine Lösung wird durch Alkalien allmählich entfärbt;Mineralsäuren färben dieselbe gelb.

Pyrogallolphtale'in: 0 4 "H l,1 0 7 , Gallein, durch Erhitzen von Pyro-gallussäure mit Phtalsäureanhydrid entstehend, bildet braunrote, blau schil-lernde KristaUe, die sich in Alkohol mit dunkelroter, in Kalilauge mit blauerFarbe lösen. Konzentrierte Schwefelsäure verwandelt in der Wärme dasGalle'in in einen blauen Farbstoff, das Coerulei'n: C^ffO 6 .

Ehodamine werden präohtig rot und mit starker Fluoreszenz färbendePhtaleine genannt, welche durch Erhitzen von Phtalsäureanhydrid, Meta-Amidophenol oder dessen Dialkylderivaten mit konzentrierter Schwefelsäureerhalten werden. Den Ehodaminen verwandte Farbstoffe entstehen auch,wenn an Stelle von Phtalsäureanhydrid Bernsteinsäureanhydrid angewendetwird: Bhodamin S.

In naher Beziehung zu den Bosolsäuren und den Phtaleinen stehen dieFarbstoffe, welche durch Einwirkung von Benzotrichlorid auf Phenole ge-bildet werden. Hierzu gehört z. B. das Benzaurin: C'H'-'O*, aus Phenolund Benzotrichlorid dargestellt, welches die Faser goldgelb färbt, und dasAnthracen violett, aus Pyrogallol und Benzotrichlorid dargestellt.

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Hbi