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2. Organische Chemie 1. Abt. (1910) Organische Verbindungen mit offener Kohlenstoffkette
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Normal-I'imelinsäure, Korksäure.

I

VI. Athyl-Bernsteinsäure: C 2 H 5 .CHCO .OH, schmilzt bei 98".

CH 8 -CO .OH

VII. Methyläthyl-Malonsäure: c °h 5 > C< CO ' OH' schmilzt bei 118 °-VIII. Propylmalonsäure: C 3 H 7 . CH(CO . OH) ä , schmilzt bei 96°.IX. Isopropylmalonsäure: C''H 7 . CH(CO . OH) 2 , schmilzt bei 870.

Zu den zahlreichen Säuren der Formel C 5 H 10 (CO . OH)- gehören:

Normal-Pimelinsäure: CH ! <

OH 2CH a CO.OHCH 2CH ä CO.OH'

welche neben an-

deren Säuren bei der Oxydation des Ricinusöls mit Salpetersäure, durch Oxy-dation des Suberons: C 7 H 12 0 (s. unten), mit Salpetersäure von 1,2 spez. Gew.(Schorlemmer, Bale), beim Schmelzen von Camphersäure mit Ätzkali(Hlasiwetz), durch Erhitzen der Hydrochelidonsäure mit HJ und rotemPhosphor auf 200° (Volhard), sowie durch Einwirkung von Natrium aufSalicylsäure in heißer amylalkoholischer Lösung gebildet wird (Einhorn).Auch aus 1,5-Dichlorpentan, welches durch Einwirkung von PCI 5 auf Ben-zoylpiperidin entsteht, läßt sich Pimelinsäure durch Überführung desselbenmit KCN in das Cyanid und Kochen des letzteren mit Kalilauge erhalten(v. Braun). Rhombische Prismen, die bei 105° schmelzen und sich in 25 Tln.Wasser bei 15° lösen. Durch trockene Destillation des Calciumsalzes entstehtdas bei 152 bis 155° siedende Cyklohexanon oder Pimelinketon: C 5 H 10 .CO:letzteres findet sich im Holzteeröl (Looft). Durch Oxydation mit KMnO 1oder HNO 3 geht dasselbe in Adipinsäure über (s. S. 531).

CH 2CH 2CO.OH

3-Methyladipinsäure: 1 , entsteht bei der

CH(CH 3 )CH 2CO . OH

Oxydation vonMenthon, Citronellal, Citronellsäure, Pulegon, Isopulegon (s. dort)

mit verdünnter KMn0 4 -Lösung. Schmelzp. 84,5°.

[CO OHKorksäiure: C 6 H 12 p^ ' "ii (Suberinsäure), entstellt bei anhaltendem

Kochen von Korksubstanz (Brugnatelli), Fettsäuren und Fetten mit kon-zentrierter Salpetersäure. Zur Darstellung läßt man zu drei Teilen siedenderSalpetersäure von 1,25 spez. Gew., die sich in einer geräumigen Retorte be-finden, sehr langsam einen Teil Ricinusöl zufließen. Nach beendeter Ein-wirkung wird die gebildete Onanthsäure mit Wasserdämpfen abdestilliert, dierückständige Flüssigkeit von dem ausgeschiedenen Harz abgegossen und zurKristallisation beiseite gestellt. Es scheidet sich ein Gemisch von Korksäureund Azelainsäure aus, die nach dem Trocknen durch wiederholte Behand-lung mit kleinen Mengen Äther, worin die Azelainsäure leicht, die Korksäui eschwer löslich ist, und schließliches Umkristallisieren aus heißem Wasser zutrennen sind. Azelainsäure und Korksäure lassen sich auch durch Kristalli-sation ihrer Magnesiumsalze aus Wasser, wobei zunächst das der Azelain-säure ausgeschieden wird, trennen (Hell). Farblose Nadeln oder Tafeln, diewenig in kaltem Wasser (0,142 :100) und in Äther (0,8 : 100), leicht in Alkohollöslich sind, bei 140° schmelzen und beim Erhitzen mit überschüssigem Baryt-hydrat normales Hexan: C 6 H 1 ' 1 , liefern. Bei der trockenen Destillationdes korksauren Calciums entsteht Cykloheptanon oder Suberon: C 6 H 12 .CO,eine farblose, ketonartige, nach Pfefferminz riechende, bei 180° siedendeFlüssigkeit, die bei der Oxydation mit Salpetersäure in Normal-Pimelin-säure übergeht. Das Suberon kann, entsprechend der Umwandlung desAdipinketons in Pentamethylen, s. S. 531, in Heptamethylen: C 7 H U (sieheS. 159), übergeführt werden.

Isomere, bei 97°, bezüglich bei 190 bis 192° schmelzende Korksäurenentstehen bei der Einwirkung von fein verteiltem Silber auf Bromisobutter-