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Stearinseife, Butterseife.
Zur quantitativen Bestimmung des Zuckers kann nötigenfallsdie von den Fettsäuren befreite Flüssigkeit dienen. Man neutralisiere dieselbezu diesem Zwecke mit Natronlauge, bestimme darin alsdann den Zuckermittels Feblingscber Kupferlösung als Invertzucker (s. dort) und rechneletzteren auf Rohrzucker um (JC'ff'O 1 = C'*H !! O n ).
Freies und kohlensaures Alkali. Zum Nachweise von freiem undkohlensaurem Alkali betupfe man den frischen Querschnitt der Seife miteiner Lösung von Quecksilberchlorid oder besser noch mit einer solchen vonmöglichst säurefreiem salpetersauren Quecksilberoxydul. Im ersteren Falletritt bei Gegenwart von freiem oder kohlensaurem Alkali ein mehr oderminder rotbrauner Fleck von Quecksilberoxychlorid auf, im letzteren Falleein grauer oder grauschwarzer von Quecksilberoxydul. Auch durch Betupfeneiner frischen Schnittfläche mit alkoholischer Phenolphtale'inlösung (1 : 20):Rotfärbung, sowie durch Verreiben der Seife mit Calomel und wenig Wasser:eintretende Schwärzung —, läßt sich nicht gebundenes Alkali zum Nachweisbringen. Siehe auch Sapo medicatus. Über die quantitative Bestimmungdes freien, kohlensauren und an Fettsäuren gebundenen Alkalis siehe unterSchmierseife.
Unverseiftes Fett. Das Vorhandensein von unverseiftem Fett gibtsich in etwas beträchtlicherer Menge meist schon durch die fettige Be-schaffenheit der Seife und durch die Schwierigkeit, davon eine klare Lösungin 'warmem Wasser zu erzielen, zu erkennen. Schüttelt man ferner die bei100° getrocknete und zerkleinerte Seife mit Chloroform, so wird durch letzteresdas unverseifte Fett entzogen, während die Seife darin unlöslich ist. Behufsquantitativer Bestimmung extrahiere man 5 gbei 100° getrockneter, gepulverterSeife mit Chloroform im Soxhletschen Apparate (siehe Milch). GeringeMengen von unverseifbaren Stoffen (Cholesterinen) sind in allen Seifen ent-halten.
Stearinseife, Sapo stearinicus, Sapo sebacinus purus, Natrium stearinicum,reine Talgseife. Darstellung. 100 Tle. zerkleinerter käuflicher Stearin-säure trage man unter Umrühren in eine filtrierte, heiße Lösung von 56 Tln.kristallisierten Natriumcarbonats in 300 Tln. Wasser ein und erhitze, bis einvollständig gleichmäßiger, durchsichtiger Seifenieini entstanden ist. Letzterenversetze man mit einer heißen, filtrierten Lösung von 25 Tln. Kochsalz und5 Tln. Soda, erhitze, bis sich die Seife von der Unterlauge vollständig ge-schieden hat, und lasse dann erkalten. Die erstarrte Seife werde hierauf ab-gehoben , mit Wasser abgewaschen, gepreßt, getrocknet und gepulvert. Dieauf diese Weise dargestellte Seife besteht aus einem Gemische von stearin-saurem und palmitinsaurem Natrium. Sie findet Verwendung zu arzneilichenZwecken und zur Darstellung der unlöslichen Metallseifen.
Butterseife, Sapo lutyrinus. Zur Darstellung von Butterseife, welchebisweilen zu arzneilichen Zwecken und zur Bereitung von Opodeldok dient,befreie man die Kuhbutter zunächst von beigemengtem Kochsalz, Case'in usw.,indem man sie im geschmolzenen Zustande absetzen läßt, das klare Fettabgießt und den letzten Best an einem warmen Orte durch ein trockenesFilter filtriert, oder indem man die Butter mit einer heißen, verdünntenLösung von Natriumcarbonat schüttelt, die Mischung an einem warmen Ortebis zur vollständigen Klärung beiseite stellt und alsdann das Butterfettnach dem Erkalten von der Flüssigkeit abhebt. Die Verseifung des derartiggereinigten Butterfettes werde in gleicher Weise ausgeführt, wie die desGemisches von Schweinefett und Olivenöl, behufs Darstellung von Sapo