naHHuxa
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Quercit, Inosit.
Naphtenalkohole.
An die Hydroxylderivate der Ethane, die eigentlichen Alkohole,mögen im nachstehenden einige, sich in entsprechender "Weise von denNaphtenen (s. S. 159) ableitende, alkoholähnliche Verbindungen angereihtwerden, Hydroxylverbindungen, -welche früher zum Teil zu dem Mannitanund Dulcitan (Quercit, Pinit), zum Teil zu den Zuckerarten (Inosit) in Be-ziehung gebracht wurden.
Naphtenol: C*H".OH, Hexahydrophenol, durch Einwirkung vonsalpetriger Säure auf Amidonaphten: C S H".KH ! , darstellbar, bildet nadei-förmige, bei 17° schmelzende Kristalle von campherähnlichem Geruch. Naph-tenol siedet bei 160,5° und löst sich 1 : 28 in "Wasser (Markownikoff).
Naphtylenglycol: C 6 H 10 (OH) 2 , wird durch Oxydation von Naphtylen:C°H l °, mit verdünnter Kaliumpermanganatlösung erhalten. Tafelförmige,sublimierbare, bei 100° schmelzende Kristalle (Markownikoff).
Isomer mit dem Naphtylenglycol ist der Ohinit: C 6 H 10 (OH) 2 (s. dort).Als ein dreiatomiger Naphtenalkohol ist der Phloroglucit: C 8 H 9 (OH) 3 , zubetrachten" (s. dort).
Quercit: 0 6 H 1! O 5 oder C 6 H 7 (OH) 5 , Eechts-Quercit (Eichelzucker). DerQuercit findet sich in den Fruchten Ivon Quercus racemosa, Qu. sessiliflora,Qu. robur und anderen Eichenarten (Braconnot, Dessaigne), in denBlättern von Chamaerops humüis (H. Müller) und im Tubo-Curare(R. Boehm).
Behufs Darstellung von Quercit zieht man die gepulverten Eicheln mitWasser aus, fällt die Gerbsäure mit Kalkmilch und läßt das Eiltrat nachZusatz von Hefe gären, um den gärungsfähigen Zucker zu zerstören, welcherden Quercit in 'den Eicheln begleitet. Nach beendigter Gärung und aber-maliger Eiltration dampft man die Flüssigkeit zum Sirup ein und kristalli-siert die nach einiger Zeitjsich ausscheidenden Kristalle aus heißem, ver-dünntem Alkohol um.
Der Quercit bildet farblose, süß schmeckende, monokline Kristalle,welche bei 235° schmelzen und sich in 8 bis 10 Tln. kalten "Wassers lösen.Seine Lösung dreht die Polarisationsebene nach rechts: [«]j> = -\- 24,16°.
In seinem Verhalten gegen Agentien charakterisiert sich der Quercit alsein zu den aromatischen Verbindungen in naher Beziehung stehender fünf-atomiger Alkohol. Mit Braunstein und Schwefelsäure liefert er Chinon,beim Kochen mit Jodwasserstoffsäure Benzol, Phenol, Chinon und Hexan(Prunier). Mit Salpetersäure oxydiert, entsteht Schleimsäure und Trioxy-glutarsäure; Kaliumpermanganat führt den Quercit in Malonsäure, Oxalsäureund CO 2 über (Kiliani).
Links-Quercit: C°H 7 (OH) 5 , findet sich in den Blättern von Gymnemasylvestre. Farblose, in "Wasser leicht, in Alkohol schwer lösliche Nadeln.Linksdrehend: [a] D = —73,9° (Power, Tutin).
LlOSit: C 6 H 6 (OH)° + 2H 2 0, inaktiver Inosit, Phaseomannit,findet sichjin den Samen, Knollen und Khyzomen chlorophyllhaltiger Pflanzen,sowie auch in tierischen Organen in großer Verbreitung. In den Pflanzenscheint der Inosit vielfach in Gestalt des Calcium- und Magnesiumsalzeseiner leicht zerlegbaren Inositphosphorsäure: Phytin, vorzukommen. Inletzterer Form findet sich der Inosit besonders reichlich in der Reiskleie(8 Proz.). Inosit wurde ferner gefunden in den unreifen Früchten der grünenSchnittbohnen (Phaseolus vulgaris) — Vohl —, in den unreifen Schoten, inden unreifen Samen der Erbsen (Pisum sativum) und der Linsen (Ervum Uns),