Benzoltetracarbonsäuren.
591
CH,-
—CH 3 OH.—r
-CO.H CH„
-C0 2 H C0 2 H-
^CO,H
CH 8
Mesitylen,S. 110
CH,
Mesitylensäure,S. 539
C0 2 H
Uvitinsäure,
S. 588—589
C0 2 H
Trimesinsäure.
Aus Mellithsäure (S. 592) entsteht sie durch starkes Erhitzen mit Glycerin. Interessantist ihre Bildung durch Polymerisation der Propiolsäure (Bd. I, S. 517) und durchSelbstcondensation des Formylessigesters (Bd. \, S. 950). Sie krystallisirt aus Wasserin Prismen, beginnt oberhalb 300° zu sublimiren und schmilzt bei 345—350°.Die drei isomeren Benzoltetracarbonsäuren C 6 H 2 (C0 2 H) 4 :
CO,H
-CO.H-CO,H
COjH—
-C0 2 H
-COoH
C0 2 H-
C0 2 H-
-COJH
-CO,H
CO s HPrehnitsäure
CO a H
Mellophansäure
Pyromellithsäure
entsprechen den drei isomeren Tetramethylbenzolen (S. 102) — Prehnitol, Isodurol undDurol — und sind aus diesen Kohlenwasserstoffen durch Oxydation erhältlich. AusMellithsäure (S. 592) entsteht die Pyromellithsäure durch trockene Destillation, währendPrehnitsäure und Mellophansäure (neben Trimesinsäure) beim Erhitzen der Hexahydro-mellithsäuren mit conc. Schwefelsäure erhalten werden. Prehnitsäure' [Benzentetra-carbonsäure (1.2.3.4)1 krystallisirt in warzenförmig gruppirten Prismen mit 2 Mol. Kry-stallwasser, wird oberhalb 100° wasserfrei, beginnt bei 239° unter Anhydridbildung zuschmelzen, ist bei ca. 250 "'gänzlich geschmolzen und schmilzt nach dem Erstarren wiederbei 239°; ihre Lösung giebt in der Hitze sofort mit Chlorbarium einen aus Prismenbestehenden Niederschlag. — Mellophansäure a - 3 [Benxentetracarbonsäure (1.2.3.5)]krystallisirt wasserfrei in kleinen vierseitigen Prismen, beginnt gegen 220° zusammen-zusintern und schmilzt vollständig bei 238—240° unter Wasserabgabe; ihre Lösungwird weder in der Kälte noch in der Hitze durch Chlorbarium gefällt; die einiger-massen concentrirte Lösung giebt beim Erhitzen mit Calciumacetat einen Nieder-schlag, der sich beim Abkühlen wieder klar auflöst. — PyromellithsBure 8 '* [Benxen-tetracarbonsäure (1.2.4.5)] krystallisirt in Tafeln mit 2 Mol. Krystallwasser, wird bei120° wasserfrei, schmilzt bei 265—268° und liefert dann ein scharf bei 286° schmel-zendes Anhydrid C 10 H,,O 6 . Alle drei Säuren sind in Wasser leicht löslich.
Die Tri- und Tetra-Carbonsäuren des Benzols im Verein mit der Hexacarbon-säure (Mellithsäure, s. unten) bieten eine sehr lehrreiche Illustration 5 der Gesetz-
1 Baeyeb, Ann. Suppl. 7, 23 (1870); Ann. 168, 325 (1873). — Galle, Ber. 16,1746 (1883). — Töhl, Ber. 21, 908 (1888).
2 Baetee, Ann. 166, 327, 335 (1873). » O. Jacobsen, Ber. 17, 2517 (1884)
4 Erdmann, Ann. 80, 281 (1851). — Baeyer, Ann. Suppl. 7, 35 (1870). —Bethmann, Ztschr. f. physik. Ghem. 5, 398 (1890). — Giradd, Bull. [3] 11, 389 (1894).— v. Lippmann, Ber. 27. 3408 (1894). — Ephraim, Ber. 34, 2780 (1901).
5 V. Meyer u. Stoborough, Ber. 27, 1589, 1591 (1894). — van Loon, Ber. 28,1270 (1895). — Geaebe u. Leonhardt, Ann. 290, 225 (1896). — V. Meyer, Ber. 29,1401 (1896).