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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Bcnzhydroximsäure-Derivate, Tribenzhydroxylamin.

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mere Aethyläther (vgl. S. 559—560) vom Schmelzpunkt 58° und 63", welche beihöherer Temperatur in Benzoni,tril, Benzoesäure und Acetaldehyd zerfallen:

C.H.—C—OC,H«

CJL-CO-0-

II

-N

C 0 H 5 - CO -O-C—OC 2 H 6

fC 0 H 5 -N

= C„H,-CO-OH + C s H 4 0 + 0,11,-NC (bezw. C 6 H 6 -CN).Die Structur dieser Aetlier kann nicht zweifelhaft sein, da sie sich unter dem Ein-fluss wässeriger Sauren in Benzoesäure, Benzoesäureester und Hydroxylamin spalten:

/O-CA

C,H,-C<

N-0-CO-O.H,

+ 2H 2 o = c < h ;-£ o n ° o £A + oh.co.c 0 h 5

Die mit der Dibenzhydroxamsäure structurisomere, sehr unbeständige Di-beuzhydroximsäure C,H,-C(: N-OH)-0-CO-C, ; H 5 entsteht durch Umsetzung vonBenzhydroximsäurechlorid (vgl. unten) mit Silberbenzoat, schmilzt — frisch dar-gestellt — bei 95° und verwandelt sich beim Aufbewahren spontan in Dibenz-hydroxamsäure.

Zwei isomere Aethylbenzhydroxims'auren C G H ä -C(:N-OH)OC2H 6 "(vgl. dieEaumformeln auf S. 560) — n vom Schmelzpunkt 53-5", löslich in 74-2 Thln. Petrol-äther vom specifischen Gewicht 0-652; ß vom Schmelzpunktes 0 , löslich in 45 Thln.Petroläther, weniger löslich in Kalilauge als « — entstehen durch Verseifung derentsprechenden isomeren Dibenzhydroxamsäureäthyläther (vgl. oben) mit Kalilaugeoder alkoholischem Ammoniak, sowie neben einander bei der Einwirkung vonHydroxylamin auf Benzimidoäthyläther (S. 556—557). Ihre Structur ergiebt sichdaraus, dass sie durch verdünnte Säuren in Hydroxylamin und Benzoesäureester ge-spalten, durch Ammoniak unter Abspaltung von Alkohol in Benzenylamidoxün(S. 562) übergeführt werden.

Tribenzhydroxylamin C,iH lri N0 4 entsteht in drei isomeren Modificationen(Schmelzpunkte: « 100'', ß 141—142°, f 112") bei der Benzoylirung von Dibenz-hydroxamsäure. Alle drei Modificationen geben beim Destilliren Phenylisocyanatund Benzoesäureanhydrid; die «- und f Verbindung gehen durch Erhitzen mit ver-dünnter Salzsäure in die ß Verbindung über. Die Verbindungen könnten den Formeln

C.H.-C-0. CO-C.IL

C 6 H S -C—0-CO-C u H, C 8 H 6 COs

II•CO-O-N C,H,CO

/

N-0-CO-C ß H 5

N—0-CO-C,H 5 (

entsprechen; doch liegen für diese Auffassung noch keine Beweise vor.

/ClBenzhydroximsäurechlorid C 0 H 5 -C< entsteht durch Einwirkung von

X-OHChlor auf Benzaldoxim (S. 511—512), bildet derbe Prismen, schmilzt bei 48°, liefertdurch Einwirkung von Ammoniak Benzenylamidoxim (s. S. 562), durch Einwirkungvon wässeriger Sodalösung Benzildioximhyperoxyd:

C.H.-C-C1

C„H,

-C-

II

-C—C„H S

2 - 2HC1 =

N-OH N-O — O-N

bei letzterer Eeaction tritt als Zwischenprodukt ein öliger Körper von stark reizendem

/ClGeruch (vielleicht C 6 H 5 • C i N: 0 ?) auf. Benzenyläthoximchlorid C 6 H 6 • C\

^N-0-C 2 H,— nnzeraetzt destillirbares Oel — wird aus Benzenylamidoximäthyläther C 6 H 5 -

y NH aC<^ durch Einwirkung von salpetriger Säure in salzsaurer Lösung ge-

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V. Meyer u. Jacobson, org. Chem. IL

36 (October 96.)