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Dlniirosortsorcin, Trichinoyl.
Als Dioxim des Dichinoyls ist das Dinitrosoresorcin':
CH C:NOH
1 I
CH CO
NOH
aufzufassen, welches sehr leicht aus Resorcin durch Einwirkung von salpetriger Säure(vgl. S. 456) gewonnen werden kann. Es krystallisirt aus verdünntem Alkohol in wasser-haltigen, gelbbraunen Blättchen und verpufft bei 115°; von verdünnter kalter Sal-petersäure wird es in Styphninsäure (s. S. 417) übergeführt. Mit Eisenhydroxydbildet es einen intensiv dunkelgrünen Farblack; man benutzt es daher unter demNamen „Echtgrün" oder „Solidgrün", um mit Eisenbeize präparirte Baumwollegrün zu färben (vgl. S. 268—269). — In alkalischer Lösung wird es von Hydroxyl-amin sehr leicht in Dichinoyl-tetroxim 2 (vgl. auch S. 240) übergeführt, das durch
/~ N \ \Behandlung mit Essigsäureanhydrid in sein Anhydrid C 6 HJ >0 — weisse, bei
[=$/ /,
61° schmelzende Nadeln — verwandelt wird.
Trlcliinoyl 3 (Lerch's Oxycarboxylsäure) ist das Endprodukt ineiner Reihe von Oxydationsprodukten, die sich an das Hexaoxybenzolanschliessen:
OH
.CO-,
OH—C-
• C—OH
OH—C
C-OH
OH—C
/ \
Ncx-
C—OH
OH
Hexaoxybenzol, S. 429
.CO.OH-C CO
il i
OH-C CO
\co^
Rhodizonsäure, S. 463
OH—C C—OH
^CO-^
Tetraoxychinon, S. 453
CO CO
CO CO
\co^
Trichinoyl
Es entsteht aus den drei erstgenannten Verbindungen durch Oxydationund wird am besten durch Oxydation des Diamidotetroxybenzols aus
1 Frrz, Ber. 8, 631 (1875). — v. Kostanecki, Ber. 20, 3133 (1887); 22, 1345(1889). — H. Goldschmidt u. Gibard, Ber. 29, 1240 (1896)i
2 H. Goldschmidt u. Strauss, Ber. 20, 1610 (1887). — Kehrmann u. Messinger,Ber. 23, 2816 (1890).
3 Lerch, Ann. 124, 34 (1862). — Nietzki u. Benckiser, Ber. 18, 504, 513 (1885).