Apiole und Isoapiole.
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Wasserstoff in Gallussäure übergeht; durch diesen Befund wird die Stellung derSubstituenten im Sinne der Formel:
/°\CH 2 < /—
0-
V
oa-ö^
—C 4 H 7
erwiesen.
Endlich liegen in den Apiolen und Isoapioleii 1 :
/O-
CH,
No-ch,- o—
CrL-O—
yO-
CH
CJHCH.,—CH^CH, und
No-ch,, -o—
CrL-O—
C 6 H-CH—CH-CH :)
Derivate eines vierwerthigen ungesättigten Phenols vor. — Ein Apiol (Peter-siliencampher) kommt im Petersiliensamen vor, bildet lange weisse Nadeln vonschwachem Petersiliengeruch, schmilzt bei +30°, siedet bei 294° und löst sich inSchwefelsäure bei gelindem Erwärmen mit intensiv rother Farbe; durch Erhitzenmit alkoholischem Kali wird es in das entsprechende Isoapiol — Schmelzpunkt 56",Siedepunkt 303—304° — verwandelt. Durch Oxydation erhält man Apiolsäure,welche bei der Kohlensäureabspaltimg Apiou (S. 428) liefert; aus der Constitution,des letzteren ergiebt sich, dass bezüglich der Substituentenstellung des Apiols undIsoapiols nur die folgenden drei Formeln:
CH,0.
CH,
' Co> H '
CH 3 0^
CH 3 -0— /
> /
^C 3 H ä
/0
1
CH
C 3 H 5
! \0
1
CH 3 .0—(
\
\— OCH,
/
A).
—0'
>CH,
C 3 H 5in Frage kommen. — Ein mit dem Petersilicncampher isomeres Apiol-findet sichim Dillöl, stellt eine dicke, ölige, nahezu geruchlose Flüssigkeit dar, siedet bei285° und wird durch Erhitzen mit Natriumäthylat in ein bei 44° schmelzendes, bei296° siedendes Isoapiol verwandelt. Es leitet sich gleichfalls von dem 1.2„8.4-Tetraoxybenzen (S. 428) ab.
1 Blanchet u. Sell, Ann. 6, 301 (1833). — v. Gerichten, Ber. 9, 1477 (1876).
— Ciamician u. Silber, Ber. 21, 913, 1621 (1888); 23, 2283 (1890); 29, 1799 (1896).
— Ginsbebg, Ber. 21, 1192 (1888). — Paternö u. Nasini, Ber. 22 Ref., 644 (1889).
— Eykman, Ber. 23, 857 (1890). — Bartolotti, Ber. 25 Ref., 908 (1892). — Heffteu,Chem. Centralbl. 1896 I, 122.