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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Apiole und Isoapiole.

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Wasserstoff in Gallussäure übergeht; durch diesen Befund wird die Stellung derSubstituenten im Sinne der Formel:

/°\CH 2 < /

0-

V

oa-ö^

C 4 H 7

erwiesen.

Endlich liegen in den Apiolen und Isoapioleii 1 :

/O-

CH,

No-ch,- o

CrL-O

yO-

CH

CJHCH.,CH^CH, und

No-ch,, -o

CrL-O

C 6 H-CHCH-CH :)

Derivate eines vierwerthigen ungesättigten Phenols vor. Ein Apiol (Peter-siliencampher) kommt im Petersiliensamen vor, bildet lange weisse Nadeln vonschwachem Petersiliengeruch, schmilzt bei +30°, siedet bei 294° und löst sich inSchwefelsäure bei gelindem Erwärmen mit intensiv rother Farbe; durch Erhitzenmit alkoholischem Kali wird es in das entsprechende Isoapiol Schmelzpunkt 56",Siedepunkt 303304° verwandelt. Durch Oxydation erhält man Apiolsäure,welche bei der Kohlensäureabspaltimg Apiou (S. 428) liefert; aus der Constitution,des letzteren ergiebt sich, dass bezüglich der Substituentenstellung des Apiols undIsoapiols nur die folgenden drei Formeln:

CH,0.

CH,

' Co> H '

CH 3 0^

CH 3 -0 /

> /

^C 3 H ä

/0

1

CH

C 3 H 5

! \0

1

CH 3 .0(

\

\ OCH,

/

A).

0'

>CH,

C 3 H 5in Frage kommen. Ein mit dem Petersilicncampher isomeres Apiol-findet sichim Dillöl, stellt eine dicke, ölige, nahezu geruchlose Flüssigkeit dar, siedet bei285° und wird durch Erhitzen mit Natriumäthylat in ein bei 44° schmelzendes, bei296° siedendes Isoapiol verwandelt. Es leitet sich gleichfalls von dem 1.28.4-Tetraoxybenzen (S. 428) ab.

1 Blanchet u. Sell, Ann. 6, 301 (1833). v. Gerichten, Ber. 9, 1477 (1876).

Ciamician u. Silber, Ber. 21, 913, 1621 (1888); 23, 2283 (1890); 29, 1799 (1896).

Ginsbebg, Ber. 21, 1192 (1888). Paternö u. Nasini, Ber. 22 Ref., 644 (1889).

Eykman, Ber. 23, 857 (1890). Bartolotti, Ber. 25 Ref., 908 (1892). Heffteu,Chem. Centralbl. 1896 I, 122.