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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Esterifieirung der Phenole.

Sehr leicht durch einfaches Ueberleiten von trockener Kohlensäureüber trockene, pulverförmige Alkaliphenolate entstehen Salze vonsauren Phenolkohlensäureestern 1 , z.B.:

CH 6 -ONa + C0 2 = C 0 H 5O-CO-ONa,

welche heim Erhitzen unter Druck sich in die Salze von Oxysäurenverwandeln:

CH s -0-CO,-Na --------- >- Na-C0 2C a H 4OH.

. -0-C0 2 -Na --------- >-

In diesen letzterwähnten Umlagerungsprocessen, bei denen ein in dieHydroxylgruppe eingeführter Complex mit einem Kernwasserstoffatomund zwar einem ortho- oder para-ständigen seinen Platz tauscht,erkennt man ohne Weiteres Gegenstücke zu jenen zahlreichen Vor-gängen, welche durch Wanderung eines Substituenten der Amidgruppein den Kern zu Stande kommen (vgl. S. 183, 184, 185, 190, 219,236237, 341342).

In die Gruppe derartiger Umlagerungen gehören vielleicht auch die Erschei-nungen, welche bei den Nitroderivaten des Pseudo-Cumenols (CH S ) 3 C 0 H 2 (OH) beob-achtet sind; dieses Cumenol liefert nämlich durch Nitrirung auffallender Weise einin Alkalien unlösliches Dinitroderivat, welches vielleicht als Mononitro-cumenol-salpetersäureester (CH,) 5 C a H(N0siX0 N0 2 ) aufzufassen ist und durch concentrirtesalkoholisches Ammoniak in alkalilösliches Dinitropseudocumenol (CH,) s C 6 (N0 2 ) 2 (OH)verwandelt wird 2 .

Analog dem Kohlendioxyd wird auch Schwefeldioxyd 3 von Phenolaten leichtaufgenoirmen:

C 6 H 5 -ONa + SO s = C 6 H 5OSO,Na;

die so entstehenden Natriumsalze von sauren Phenolschwefligsäureesternreagiren mit Halogenalkylen unter Bildung theils von Alkylsulfonsäurephenylestern,theils von Phenoläthern:

C 6 H 5 -0-S0 2 -Na-(- CH^J = C a H 50-S0 2 -CH 3 4-NaJ

+ = C a H 5 -0-CH a + SO, + NaJ.

Die Phenolester der organischen Säuren erhält man meistensrecht glatt, indem man zu einem gelinde erwärmten Gemisch von 3 Mol.-Gew. Phenol und 3 Mol.-Gew. Säurehydrat allmählich 1 Mol.-Gew. Phos-phoroxychlorid zugiebt 4 . In vielen Fällen hat sich zur Acetylirungaromatisch gebundener Hydroxylgruppen die Einwirkung von Essigsäure-anhydrid in Gegenwart von entwässertem Natriumacetat als besonderspraktisch erwiesen 5 (Acetylirungsmethode von Liebermann u. Hör-mann).

1 Vgl. Schmitt, J. pr. [2] 31, 397 (1885).

8 Adwers, Ber. 17, 2979, 2981 (1884); 29, 1105 (1896).

8 Schall u. K. Kopp, J. pr. [2] 48, 241 (1893). Schall u. Uhl, Ber. 25,1875 (1892).

4 Nencki, J. pr. [2] 25, 282 (1882). Kasinsky, J. pr. [2] 26, 62 (1882).Seifert, J. pr. [2] 31, 467 (1885).

6 Liebermann u. Hörmann, Ber. 11, 1619 (1878).

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