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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Färbemethoden.

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derart mit dem entsprechenden Metallhydroxyd imprägnirt; die Färbungder so gebeizten Faser 1 beruht in diesem Falle auf der Bildung vonunlöslichen Verbindungen der Metalloxyde mit dem Farbstoff, von so-genannten „Farblacken", und die Art der erzielten Färbung wechseltmit der Natur des Metalloxyds (Alizarin giebt z. B. mit Thonerde rothe,mit Eisenoxyd violette, mit Chromoxyd granatbraune Färbung); mannennt die Farbstoffe, mit denen man derart verschiedene Färbungenausführen kann, auch „polychromatische".

Die in Wasser nicht löslichen Farbstoffe aus der Gruppe desAlizarins wendet man in Form einer Paste an, welche den Farbstoff alssehr fein vertheilten Niederschlag enthält (Näheres vgl. unter Alizarin).

In besonderen Fällen benutzt man ein Färbebad, welches nichtden Farbstoff selbst, sondern ein leicht wieder oxydirbares Eeductions-produkt desselben gelöst enthält. In solcher Weise erfolgt die Küpen-färberei mit Indigo (bezw. Indophenol); man verwandelt das unlöslicheIndigblau durch Eeduction in alkalilösliches Indigweiss, behandelt dasZeug mit einer so gewonnenen Lösung und entwickelt darauf die Färbungdurch Oxydation an der Luft.

Bei solcher Art der Färbung wird der Farbstoff demnach auf derFaser erst wieder erzeugt. In dieser Beziehung ähnlich ist das Färbenmit Anilinschwarz, wobei man die Faser mit einem Anilinsalz tränktund durch Oxydationsmittel den Farbstoff daraus entwickelt. In neuererZeit ist von erheblicher Wichtigkeit die Bildung von Azofarbstoffen aufder Faser geworden: man erzeugt den Azokörper nicht für sich, sonderntränkt die Faser successive mit den einzelnen Componenten und lässtden Farbstoff derart erst beim Färbeprozess sich bilden (vgl. z. B. Para-nitrophenylnitrosamin S. 282, ferner Primulin).

Gewebe mit ein- oder mehrfarbigen Mustern zu versehen, ist die Aufgabedes Zeugdrucks. Für das Drucken werd'n die Farbstoffe bezw. Beizen durchZusatz von Gummi, Stärkekleister, Dextrin eStC. verdickt und, nachdem sie so prä-parirt sind, in die Vertiefungen von gravirten Kupferwalzen eingetragen, von denen siedann auf das Gewebe übertragen werden. Man bezeichnet als „Keservagen"Stoffe, welche durch mechanische oder chemische Wirkung die Befestigung desFarbstoffs hindern; ein an gewissen Stellen mit „Keservage" bedrucktes Zeug bleibtdemnach beim Passiren durch ein Färbebad an diesen Stellen weiss. Umgekehrtbezweckt das Aufdrucken von „Enlevagen" auf ein bereits im ganzen Stück ge-färbtes Gewebe die Entfernung (Lösung oder Zerstörung) des Farbstoffs an dendamit bedruckten Stellen.

Für den Werth eines Farbstoffs kommt nicht nur die Schönheitder Färbung, die sich mit ihm erzielen lässt, und seine Färbekraft inBetracht, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Färbung gegenäussere Einflüsse: die Echtheit. Färbungen, die durch Waschen mitWasser allein nicht in ihrer Intensität leiden, nennt man „waschecht";

1 Zur Theorie der Beizenfärbung mit metallischen Beizen vgl. Liebermann, Ber.26, 1574 (1893).