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einen Complex aus zwei bexw. mehr Stickstoffatomen enthalten. 249
III. Hydrazone und sogenannte gemischte, fettaromatischeAzoverbindungen, z. B.:
-Ns
C 6 H 6
NH—N:CHCfL
IV.
C 6 H 6 -NH-
C„H 5 -N:
X
CH.
:N'
C.
Die schon besprochenen Nitrosamine und Nitroamine, z.B.:
(C 6 H 5 ) 2 N-NO, C 0 H 5 -NH-NO 2 .Verbindungen, deren Molecüle mehr als zwei Stickstoffatomein directer Bindung mit einander enthalten, z. B.: C 0 H 5 -NH-
N:N-C 8 H 6 , C 0 H 5 -N^ lS , (C 6 H s )(CH 3 )N_N=N-N(CH3)(C e H 5 )-
X N
Den Verbindungen der Gruppe A — Azoxy-, Azo- undHydrazokörpern —• ist dieses Kapitel bestimmt. Sie erscheinen durchihre genetischen Beziehungen gewissermassen als Zwischenstufen zwischenNitrokörpern einerseits und Amidoverbindungen andererseits. Denn ausden Nitrokörpern entstehen durch sehr gemässigte Reduction unterVerkuppelung zweier Molecüle vermittelst der Stickstoffatome zunächstdie Azoxykörper; diese gehen durch weitere Reduction in Azokörper,letztere in Hydrazokörper über; bei weiterer Reduction der Hydrazo-körper wird endlich die Stickstoffbindung. die bei der Bildung derAzoxykörper entstand, wieder gesprengt, und es entsteht eine Amido-verbindung:
Nitro:Azoxy:
Azo:
Hydrazo:Amido:
CA-NO
2C 6 H 5
C«H 5
N
N-"-
N<VC 6 H-.
-N-C 0 H 5 .
-0-
C„rL-NfL
C f rL-NH-NH-C f H.
NH 2 .C 6 H 6 .
Man erkennt aus dieser Zusammenstellung, dass die Reduction bis zurStufe der Azokörper in einer Entziehung von Sauerstoff, darauf in einerZufuhr von Wasserstoff besteht. Diese stufenweise Reduction der Nitro-körper gelingt nur bei Anwendung von alkalischen Reductionsmitteln —vgl. S. 250, 253, 271 die einzelnen Methoden —, nicht bei Gegenwartvon starken Säuren.
Man könnte glauben, dass auch bei Anwendung der stark wunenden, saurenEeductionsmittel wie Zinn und Salzsäure, die man besonders vortheilhaft für dieKeduction der Nitrogruppe zur Amidgruppe (vgl S. 165—166J benutzt, der Process jeneeinzelnen Phasen durchläuft, nur mit so grosser Energie, dass die Isolirung derZwischenstufen nicht gelingt. Diese Annahme ist indess höchst unwahrscheinlich,da viele Hydrazoverbindungen von starken Säuren — auch in Gegenwart von Reduc-tionsmitteln — zum grossen Theil in Umlagerungsprodukte (vgl. S. 273—275) über-geführt werden, die der weiteren Einwirkung des Reductionsmittels widerstehen, z. B.:
C 6 H 6 -NH C 6 H 4 -NH 2
I -------------- * I i
C 6 H 5 NH C S H 4 -NH S