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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Nitrosobenzol.

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sich indess bei dieser Reaotion und ähnlichen Umwandlungen vonDiazoverbindungen nur in geringer Menge; dagegen kann es heute ver-hältnissmässig leicht aus dem seither entdeckten PhenylhydroxylaminC 6 H 6 -NH(OH) (vgl. S. 245) durch Oxydation mit kaltem Chromsäure-gemisch erhalten werden. Nitrosobenzol bildet farblose, wasserhelle,glasglänzende Krystalle, welche bei 67-5 68° zu einer smaragd-grünen Flüssigkeit schmelzen und ebenfalls in Lösungsmitteln Aether,Ligroin etc. : - sich mit grüner Farbe auflösen; beim Erstarren dergeschmolzenen Substanz oder bei der Krystallisation aus den grünenLösungen erhält man wieder farblose Krystalle (vgl. ähnliche Farben-erscheinungen bei den Pseudonitrolen, Bd. I, S. 259). Nitrosobenzolbesitzt einen äusserst intensiven, stechenden Geruch,-der dem Geruchder Senföle und der Cyansäure ähnlich ist, und ist ausserordentlichleicht flüchtig selbst mit den Dämpfen von Aether. Es liefert bei derReduction Anilin und condensirt sich mit Anilin in essigsaurer Lösungzu Azobenzol:

CH 5 -NO + NH 2 -C 6 H 5 = H 2 0+ C 6 H 5 -N:N-C 6 H 5 .

Für das Nitrosobenzol könnte ausser der Formel C fi H 5NO, welchees als wahre Nitrosoverbindung (vgl. Bd. I, S. 259) erscheinen lässt,allenfalls noch die Formel:

N---------

,(k

CH

IICH

CH

IICH

> C <

in Betracht kommen.

Durch Oxydation von Chinondioximen sind Verbindungen erhaltenworden, welche als Para-Dinitrosoderivate der Kohlenwasserstoffe oderals Hyperoxyde der Chinondioxime angesehen werden können 1 , z. B.:

NO N---------0

I

CH XCH-'

CHCH

bezw.

CH

ICH

CH

L

N-

-0

NO

da die letztere Auffassung die wahrscheinlichere ist, so sollen sie erstbei den Hydroxylaminderivaten der Chinone besprochen werden.

1 Vorläufige Mittheilung über Orthodinitrosoderivate vgl. Noeltinq u. Kohn,Cöthener Chem.-Ztg. 18, 1095 (1894).

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