82
Bildung von Fettkörpern
lässt sich unter geeigneten Bedingungen leicht in ein Dimethyl-cyclo-hexenon verwandeln:
CH 8 -CO-CH
/
CÖ S .C,H 6
NcH-CH„ + H B 0 = CH/
CO—CH,
>CH-CH S + 2C0 3 +. 2C 2 H S • OH,
CH s -CO—CH/ >C----- CH,-
\CO s .C,H 5 CH 3 /
dessen Dihromadditionsprodukt beim Erwärmen Xylenol liefert (E. Knoeve-nagel):
CO— CH 2k /.C(OHj-CH x
CHBr H3H-CH 3 -2HBr = CH-
XJBr-CH/ "^-C
CH, C
-7C-CH,
-CH'
H,
Es sei ferner auf diejenigen — später bei den mehrkernigen Ver-bindungen noch näher zu besprechenden — synthetischen Processe hin-gewiesen, bei denen sich an einen schon vorhandenen Benzolkern einzweiter anlagert; als Beispiel derartiger Processe sei hier die durchWasserabspaltung erfolgende, sehr glatte Bildung von a-Naphtol ausPhenylisocrotonsäure (Pittig u. Erdmann) erwähnt:
.CH^ /CH.
^C v /CH
CH/ | MJH CH 3
^CH^ CO-^ NC^
Ah
.CH CH
CH^ 1 ,C CH
CH X
W
V
\CH
CO"OH
Bildung von Fettkörpern durch Spaltung des Benzolkerns.
Bei energischer Oxydation von Benzolderivaten tritt zuweilen einevöllige oder nahezu vollständige Zertrümmerung des Benzolkerns ein;man erhält daher die einzelnen Kohlenstoffatome desselben isolirt inGestalt, von Kohlensäure- oder Ameisensäuremolecülen (bei Anwendungvon Salpetersäure auch wohl in Form von Halogennitroderivaten desMethans, vgl. Bd. I, S. 624) oder noch paarweise in Form des Oxal-säuremolecüls.
Verhältnissmässig selten sind solche Processe, welche in einiger-massen glattem Verlauf Molecüle von grösserer Kohlenstoffzahl als Spal-tungsstücke des Benzolkerns ergeben. Es sei daran erinnert, dass Anti-weinsäure durch Oxydation von Phenol (Doebner, vgl. Bd. I, S. 814),DioxyWeinsäure (Bd. I, S. 986) aus Brenzkatechin:
OHH-^\0H
H
H
H