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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Die Bezeichnungen für Di- und Tri-Substitutionsprodukte.

die LADENBURG'sche Formel ausschliessen (vgl. S. 5556), näher be-sprochen werden; mit Rücksicht auf das Verständniss dieser später zubehandelnden Verhältnisse mussten die Stellungsbeziehungen der Prismen-formel hier eingehender dargelegt werden, wenn auch diese Formel selbstheute als endgültig widerlegt betrachtet werden darf.

Will man bei jenen Symbolen der LADENBORo'schen Auffassung, nach welchendie Kohlenstoffatome in den Ecken eines regulären Sechsecks geschrieben werden(vgl. S. 50), die Kohlenstoffatome derart bezeichnen, dass 1.2 die Orthosteilung, 1.3die Metastellung, 1.4 die Parastellung bedeutet, so muss man in folgender Weisenumeriren:

oder

4 4

bei der letzteren Schreibweise erhalten also die Ecken die gleichen Ziffern, wie indem gewöhnlichen Sechseekschema.

Die Nomenclatur der Substitutionsprodukte des Benzols.

Dass die isomeren Disubstitutionsprodukte des Benzols alsOrtho-, Meta- und Paraderivate unterschieden werden, ist schonmehrfach erwähnt; man benutzt für diese Bezeichnungen die Ab-kürzungen: o-, m-, p-, Beispiele:

Br OH C0 2 H

NH 2o-Dibrombenzol m-Xitrophenol p-Amidobenzoe'säure.

Für Triderivate sie können bei Gleichheit aller Substituentenin drei, bei Gleichheit zweier Substituenten in 6, bei Ungleichheit allerdrei Substituenten in 10 isomeren Formen auftreten hat man dieStellungen:

1. X 2. X 3. X

V IX r^^NX

Jx

X

Jx

von einander zu unterscheiden. Man bezeichnet häufig die StellungNr. 1 alsbenachbart" (vicinal, abgekürztv"), Nr. 2 alsasym-metrisch" (abgekürzta"), Nr. 3 alssymmetrisch" (abgekürzts").Nach den Beschlüssen des Genfer Nomenclatur-Congresses 1 (vgl.Bd. I, S. 1091) sind die Stellungen der substituirenden Gruppen, wie

1 Vgl. auch Tiemann, Ber. 26, 1623 (1893).