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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Diseussion der einzelnen Benzolformen mit Bezug

gemäss verschwindet auch die Verschiedenheit der ohigen Formeln laund Ib. Eine solche Interpretation der KEKULE'schen Formel giebtuns eine anschauliche Erläuterung des ihr zu Grunde liegenden, aberdurch unsere Structurformeln nicht deutlich ausdrückbaren Gedankens,dass jedes Kohlenstoffatom des Kerns durch drei Valenzen mitzwei anderen Kohlenstoffatomen in directer und für diesebeiden Kohlenstoffatome durchaus gleichartiger Beziehungsteht. Zu demselben Ziel kann man natürlich auch durch andere Vor-stellungen 1 von der Natur der Bindungen gelangen. Wesentlich fürunseren Zweck ist nur das Zugeständniss, dass der Ort der einfachenund doppelten Bindungen nicht ein für alle Mal festgelegt ist, sonderndass die Bindungsart zwischen zwei benachbarten Kohlenstoffatomenperiodisch wechselt. Das KEKüifi'sche Symbol in dieser Auffassung be-zeichnet man als die,, KekulSs' sehe Oscillationsformel des Benzols".Betrachten wir nun die Diagonalformel unter dem Gesichtspunktdes zweiten Isomeriegesetzes, so ist zunächst durchaus einleuchtend, dassdie Formeln:

X

xc

II

C CH

i><L

und

<>

XC

-GH"

.CH

H

\CH^

zwei wesentlich verschiedene Verbindungen darstellen müssen. Es istferner ebenso einleuchtend, dass die Formeln:

X

la. X 2 a. I

HC

IHC

CX

und

c

H

^fe

\CH^

bezw. mit den Formeln 1. und 2. identisch sind und demgemäss keineneuen Isomeren repräsentiren. Es ist dagegen nicht sofort ersichtlich,wie ein dritter Isomeriefall ermöglicht werden kann; denn die noch übrigbleibende Combination:

3. X

!><£

-C'

x

1 Vgl. Knokb in der S. 47 citirten Abhandlung.