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Heptamethylen.
In der Tabelle Nr. 46 auf S. 39 sind einige einfache Heptamethylen-abkömmlinge zusammengestellt.
Das Heptamethylen oder Cycloheptan selbst (auch Suberan genannt) ist ausdem Jodid des Cycloheptanols: CH 2 -(CH 2 ) 6 -CHJ durch Keduction mit Zink und Salz-
säure gewonnen; es geht durch längere Einwirkung von Brom und Bromaluminiumunter Veränderung des Kohlenstoffgerüsts in das Pentabromderivat des Toluols:
.CBr-CBr.CBrC >C-CH 8 über.
\CBr=CBr/
Eine derartige Umwandlung des Siebenrings in den Sechsring findet auch beimErhitzen des eben erwähnten Jodids mit Jodwasserstoff auf 250° statt; es entstehtstatt des Heptamethylens das isomere Methylhexamethylen:
/CH 2 —CH 2
CH-CH 8 .
CH 2 -
\CH 2 —CH 2 .
Nach diesen Erfahrungen wird man auch den als Dimethylheptamethylen auf-gefassten Kohlenwasserstoff, welcher aus Dimethyl-cycloheptandiol:
CH 2 • (CH 2 ) 4 • C(OH)(CH 9 ) • C(OH)(CH 3 )
durch Erhitzen mit Jodwasserstoff auf 230—260° erhalten wurde 1 , noch nicht mitSicherheit als Heptamethylenderivat betrachten dürfen.
Verbindungen, deren Molecüle einen mehr als siebengliedrigenKohlenstoffring enthalten, sind bisher noch nicht mit Sicherheit be-kannt (vgl. S. 3). Bei der Destillation von azelamsaurem Calcium 2könnte man die Bildung eines Oyolooctanons erwarten:
/CH 2 -CH 2 -CH 2 .CO-O x
CH 2 < >Ca
\CH,-CH 2 -CH 2 -CO-(K
CaCO. + CH,
CHj • CH j • CHjvCH 3 • CH 2 ■ CH a ^
CO;
allein der Process verläuft "viel weniger glatt, als bei den entsprechendenUmwandlungen der Adipinsäure (S. 26), Pimelinsäure (vgl. Cyclohexanon)und Korksäure (S. 37), welche einen 5-, 6- oder 7-gliedrigen Ring ent-stehen lassen; aus den Destillationsprodukten wurde zwar eine Carbonyl-verbindung C 8 H 14 0 (Azelainketon; Siedepunkt: 90—91° bei 23mm) insehr geringer Menge isolirt, deren Verhalten bei der Oxydation indesseinstweilen noch nicht sichere Anhaltspunkte für die Beurtheilung ihrerConstitution lieferte.
Bei der Behandlung von Sebacinsäureester mit Natrium könnteman die Bildung eines Cyclononanoncarbonsäureesters erw r arten:
-CH 2 —CO.O-CjH,
—C.H.-OH
CHo—CH 2 —CH 2 -
CH 2 -CH 2 -CH 2 -CH 2 —CO • 0 • C 2 H 6
CH,-CH 5
-CH 2 -CH,
CH 2 -CH 2 -CH 2 -CH
' n 2\
CO
CO-0-C 2 H 5 ;
1 Kippixg u. Perkix, Journ. Soc. 59, 227 (1891).
2 Wislicenus u. Mager, Ann. 275, 363 (1893).