und andere Tetramethylenderivate.
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CH 2 —C(C0 2 H). 2Die 1.1.2.2-Tetracarbonsäure | entsteht durch Verseifung ihres
CH 2 -C(C0 2 H) 2Tetraäthylesters, dessen Bildung S. 22 durch Gleichungen erläutert wurde, undkrystallisirt aus Wasser, in welchem sie sehr leicht löslich ist, mit 2 Mol. Krystall-wasser in dicken Prismen, die bei 198—203° unter Zersetzung in Kohlensäure unddie 1.2-Dicarbonsäure (vgl. S. 24) schmelzen. — Der Tetraäthylester der 1.1.3.3-
/CHj\Tetracarbonsäure (C0 2 H) 2 CC >C(C0 2 H) 2 ist durch Einwirkung von Methylen-
\ch/
Jodid auf die Natriumverbindung des Dicarboxylglutarsäureesters (Bd. I, S. 706—707)erhalten worden.
CH 2 -C(C 3 H 7 )(C0 2 H1
Als Dicarbonsäure eines Methyl-isopropyl-Tetramethylens: I
CH 2 -C(CH 3 XC0 2 H)wird von einigen Forschern die Camphersäure aufgefasst; da diese Anschauungaber bisher noch keineswegs sicher begründet ist, zur Zeit sogar recht fraglich erscheint,so sei diese wichtige, durch Oxydation des Camphers entstehende Säure erst im An-schluss an den Campher selbst besprochen. Das Gleiche gilt für einige andere, vielleichtzur Tetramethylengruppe gehörige und auf ähnlichem Wege entstehende Säuren 1 .
Tetramethyleiialdehyd 2 C 4 H 7 -CHO (Mcthylal-Cydobutanj — durch Destillationvon tetramethylencarbonsaurem Calcium mit Calciumformiat erhältlich — ist einfarbloses Oel und siedet bei 115—117°.
Ketoue 3 der Tetramethylengruppe sind durch Einwirkung des Chlorids derMonocarbonsäure auf Zinkalkyle gewonnen worden, z. B. das AcetyltetramethylenC 4 H 7 -CO-CH 3 (Acthanoyl-Cyclobutan), welches ein farbloses, pfefierminzähnlichriechendes Oel darstellt, bei 134° siedet, in Wasser wenig löslich ist und ein bei60—61° schmelzendes Oxim liefert. Aus den Ketonen hat man durch Keduction dieentsprechenden seeundären Alkohole und ditertiären Glykole erhalten.
Tetraniethyleiimethylamin 4 C 4 H 7 -CH 2 -NH 2 ist aus dem Nitril der Mono-carbonsäure durch Beduetion mit Natrium in alkoholischer Lösung dargestellt, siedetbei 82—83°, riecht stark basisch, reagirt alkalisch und zieht an der Luft Kohlen-säure an.
Drittes Kapitel.Die Pentamethylen- oder Cyclopentan-Gruppe.
Bildungsweisen von Pentamethylenderivaten.
Die Reactionen. welche bisher zur Bildung von Cyclopentan-derivaten 5 benutzt wurden, sind von dreierlei Art.
Man kann einerseits den Schluss des Fünfrings durch passendeAnwendung der Malonester- und. Acetessigester-Synthese bewirken —ein Weg, den Perkin jun. eingeschlagen bat, und der durch die folgen-den Beispiele genügend erläutert sein wird:
1 Vgl. Semmi.er, Ber. 25, 3348 (1892).
2 Colman u. Perkin, Journ. Soc. 51, 238 (1887).
3 Colman u. Perkin, Journ. Soc. 51, 236 (1887). - Perkin u. Sinclair, Journ.Soc. 61, 36 (1892).
* Freund u. Gudeman, Ber. 21, 2697 (1888). 6 Citate vgl. auf S. 28, 29, 32, 35.