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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Carbonsäuren des Trimethylens.

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100° 3 Mol. Krystallwasser. Sie vereinigt sich sehr leicht mit Broni-wasserstoff zu Bromäthylmalonsäure:

CH,CH

/

C(C0 2 H) 2 + HBr

CH.BrCH,

-CH

CO..H

C0 2 H

addirt in analoger Weise Wasser beim Erwärmen mit verdünnter Schwefel-säure unter Bildung von Carbobutyrolactonsäure (Bd. I, S. 792) undfixirt auch Brom in Chloroformlösung bei gewöhnlicher Temperatur unterBildung eines Dibromids C 3 H 4 Br 2 (C0 2 H) 2 . Dagegen wird sie in alkalischerLösung weder von Natriumamalgam reducirt, noch auch von kaltemKaliumpermanganat oxydirt; man darf daher in ihrem Molecül eine Doppel-bindung entsprechend der früher für die Säure in Betracht gezogenenFormel einer Vin^imalonsäure CH 2 :CH-CH(C0 2 H) 2 nicht annehmen;dieser Schluss wird auch durch die physikalische Untersuchung ihresDiäthylesters, sowie durch den Umstand bestätigt, dass die freie Säure

analog den zweifach substituirten Malonsäuren (vgl. Bd. I, S. 655)

mit concentrirter Salpetersäure keine Kohlensäure entwickelt. BeimErhitzen über den Schmelzpunkt spaltet die Säure Kohlensäure ab undliefert neben Butyrolacton die Triinetbylenmonocarbonsäure (S. 18).

CH 2 \Der Diäthylester \C(C0 2 (XHA ist ein farbloses Oel, siedet bei

CH 2 /213° und besitzt bei 15° das spec. Gew. 1-065.

/CH(C0 2 H)Trnncthylen-l.ä-dicarbonsäuren 1 CH/

\CH(C0 2 H)Modification: »

Die cis-

CO,H

C0 2 H

malelnoldeTrimethylendicarbonsäure entsteht durch Kohlen-säureabspaltung aus der 1.1.2-Tricarbonsäure und aus der 1.1.2.2-Tetra-carbonsäure des Trimethylens (vgl. S. 2021). Sie bildet glasglänzende,prismatische Krystalle, scbmilzt bei 139°, ist in Wasser sehr leicht lös-lich, bleibt bei mehrtägigem Stehen mit concentrirter Brom-wasserstoffsäure unverändert und wird durch Kochen mit

/CHCO\Acetylchlorid glatt in ihr Anhydrid CH 2 ( )() über-__________ \CHCO/

1 Conrad u. Guthzeit, Ber. 17, 1187 (1884). Guthzeit u. Dressel, Ann. 256,197 (1889). W. H. Perkin jun., Ber. 19, 1057 (1886). Büchner, Ber. 23, 701(1890). Büchner u. Witter, Ber. 23, 2583 (1890). Stohmann u. Kleber, J.pr.[2] 45, 477 (1892).

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