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6 (1910) Blätter und Blüten
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sondern den vierten Teil der Tinnevelli-Droge bezieht Hamburg direktaus Tutikorin. 1907 findet sich ein Posten von 4400 kg direkter Zufuhraus China. Die oben erwähnte Abnahme des Hamburger Exportes ist be-dingt durch die verminderte Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten, die1899 noch 162 500 kg, 1902 und 1905 nur im Mittel 90 000 kg, 1908 abernur 5400 kg Senna aus Hamburg bezogen. Außerdem sind ständige Käuferam Hamburger Markte Rußland (mit steigenden Quantitäten, jetzt 20 000 kgim Jahr), Brasilien (1014 000 kg), Argentinien und Chile (57000 kg).Gelegenheitskäufer mit Mengen von 37000 kg sind Holland, Spanien.Frankreich, Belgien. Die Droge aus Aegypten erzielte Preise von 6897 M(per Doppelzentner), die aus Indien 3658 M.

Herba Absinthii. Die deutschen Kulturen sind bekannt, auchwerden wildwachsende Pflanzen gesammelt (Pommern, Thüringen,Franken, Süddeutschland). Oesterreich-Ungarn deckt den Bedarf im Lande,die Schweiz ebenfalls und zwar aus Walliser Kulturen (Schürmann).Die früher zur Oeldestillation in Frankreich bestehenden Kulturen sindinfolge des Absinthverbotes eingegangen (Roure Bertrand fils), dafürentstehen dergleichen in Südspanien (Grenada). Die englischen Kulturenfinden sich in Surrey (Carshalton). Auch in Amerika, das sich in derProduktion ätherischer Oele von Europa unabhängig machen will, sindKulturen; in Michigan und in Indiana stehen 230 Acres in Kultur,weniger in Wisconsin und New York. Deutschland bezieht wechselndeMengen aus Oesterreich-Ungarn. Ständiger Lieferant ist Rußland, wiefolgende Zufuhren zeigen, die aus den russischen Ostseehäfen nachHamburg kamen, 1902: 7900 kg, 1905: 5100 kg, 1908: 19 400 kg.Aus Frankreich kamen 1899 4000 kg nach Hamburg.

Flores Cassiae. Die nach dem Verblühen gesammelten Blütender chinesischen Zimtbäume kommen regelmäßig in relativ großenMengen nach Hamburg. Der Hamburger Markt weist folgendeStatistik auf:

Zufuhr:

Ausfuhr:

Zufuhr:

Ausfuhr:

1897 .

. 27 100 kg

20 100 kg

1903 . .

41 600 kg

24 900 kg

1898 .

. 44 500

30 900

1904 . .

69 700

24 900

1899 .

. 64 800

14 600

1905 . .

67 900

41 500

1900 .

. 45 700

16 600

1906 . .

35 300

18 100

1901 .

. 33 000

11 000

1907 . .

50 700

13 200

1902 .

. 69 700

14 500

1908 . .

54 500

14 200 ,,

Die zwölfjährige Zufuhr bezifferte sich auf 594 500 kg, der eineAusfuhr (fast ausschließlich in fremde Länder) von 244 500 kg gegenüber-steht. Nach Abzug des Exportes seewärts sind jährlieh im Mittel20 844 kg bei uns geblieben. Die altpreußischen Häfen erhalten jährlich36000 kg von Hamburg. In den letzten Jahren haben sich größereLagerbestände in Hamburg angesammelt, die wohl reichlieh 10 000 kgbetragen dürften. Der niedrigste Preis war 1904 mit 96 M pro 100 kg(unverzollt, der deutsche Zoll beträgt 50 M per 100 kg), der höchste 1898mit 202 M. Fast die gesainten Zufuhren kommen direkt aus China,einige Tausend Kilo aus Britisch-Indien direkt oder über England.

Flores Chaniomillae. Eine Darstellung der deutschen Produktionzu geben, ist ebensowenig möglich, wie den Verbrauch in Deutachlandauch nur annähernd festzustellen, da genauere Unterlagen fehlen. Im Elsaß