wie die des Tees, wie denn beide Pflanzen die gleichen Anforderungen anBoden, Klima und dergleichen stellen. Zur Kokainfabrikation werden nurdie Blattknospen und die jüngeren Blätter von Frauen und Kinderngepflückt.
Seit reichlich 10 Jahren sind in Südamerika Alkaloidfabriken, dieRohalkaloide nach Europa, vornehmlich nach Deutschland, ex-portieren. Die Ausfuhr von Rohalkaloid von Lima hatte 1899 einen Wertvon 1,35, 1900 einen von 2,33 und 1906 einen Wert von 1,58 Mill. M. Trajilloversandte 1903: 550 kg, 1904: 1535 kg. Die Umsätze an Rohalkaloidenam Hamburger Platze werden durch folgende Zusammenstellung belegt,aus der das Steigen der Lagerbestände am Jahresschluß hervorgeht:
Bestand am
Zufuhren
kj;
1899........ 3280
1900........ 4210
1901........ 4595
1902........ 5817
1903........ 5642
1904........ 6643
1905........ 6178
1906........ 5230
1907........ 5143
1908........ 4132
1909........ 3835
1910........ —
Verkäufekg
Transitekg
4153
1272
5080
1130
3529
1370
5379
480
4428
—
5539
—
2931
—
Jahresanfangkg
19418
280
8001017125025291900261512082112
Der Kokainmarkt ist recht gedrückt, das Alkaloid ein Spekulations-objekt, die Preise schwanken ungemein. Das Kilo Rohkokain wurde 1904zeitweise mit 400 M bewertet, 1908 mit 180 M; ein Kilo Reinkokain (hydro-chloricum) kostete November 1899 und September 1900 700 M, 1908 und1909 nur 200 M (Gehe).
Folia Jaborandi. Die Droge, ein altes Heilmittel der EingeborenenSüdamerikas, kam 1873 durch Coutinlio von Pernambueo nach Paris undbürgerte sich schnell in den europäischen Arzneischatz ein. Jetzt gelangtdie Droge in vielen Häfen Brasiliens zur Verschiffung, kommt aber auchaus Paraguay, sogar aus (oder über) Argentinien in den Handel. Die Blättervon Pilocarpus Jaborandi Hohnes und P. microphyllus Stapf werdenmeist in Sobral, Ceara, Sergipe, Parahyba, Maranham und Arcaty verschifft,die von P. pennatifolius Limaire, die aus Rio, Cuiba, Matto Grosso, S. Paulound Paraguay kommen, vorzugsweise in Rio und Buenos Aires. Verpackung:mit Eisenreifen umschnürte Säcke zu 125 kg, oder Kisten zu 50—70 kg(Geiger). Stapelplätze in Europa: Liverpool, Hamburg, weniger London,Marseille und Bordeaux. Die Zufuhren sind recht unregelmäßig, die Wareist oft unrein und verfälscht. Aeltere statistische Angaben finden sich beiGehe. Die Gesamtausfuhr aus Maranham betrug 1894: 41 000 kg, 1895:7500 kg. Der Hamburger Import bezifferte sich wie folgt (Werte in kg):1879: 3000, 1880: 11 500, 1881: 16 700, 1882: 19 600. Später blieben Zu-fuhren fast ganz aus, ds»mt-kam*t»«aeli Ha*»b*Hjg 1893: 7000, 1894: 28 500,1895: 15 000. In der amtlichen Statistik findet sich die Droge nur in einzelnenJahren nominell angeführt, so finde ich folgende Zufuhren aus Brasilien