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Organische Synthese.
oder angedeutet worden. Im Folgenden sind die "wichtigstenderselben und die von aligemeiner Anwendung nochmals imZusammenhange dargestellt.
Die Ameisensäure, welche sich in den Ameisen, in verschie-denen Raupenarten, in den Brennesseln und anderen Pflanzenfindet, lässt sich synthetisch auf verschiedene Weise darstellen.Bringt man feuchtes Kohlendioxid mit Kalium zusammen, soerhält man neben saurem Kaliumcarbonat das Kaliumsalz derAmeisensäure:
2C0 2 + H 2 0 + K a = ^[CO s -f
COII1
0.
Dasselbe Salz entsteht, wenn Kohlenoxid längere Zeit mitstarker Kalilauge erhitzt wird:
CO
Hl
0 =
00|1 0 .
Aus dem Kaliumsalze lässt sich durch Mineralsäuren leicht dieAmeisensäure abscheiden.
Leitet man Kohlendioxid über erhitztes Kalium, so erhältman das Kaliumsalz der Oxalsäure, einer im Thier- und Pflan-zenreiche sehr verbreiteten Verbindung:
2C0j + Kj,= C 2 0,K 2 .
Wird ein Gemisch von Kohlendisulfiddampf und Schwefelwasser-stoff über glühendes Kupfer geleitet, so bildet sich Sumpfgas:CS a -f 2H 2 S 4- 8Cu = CH 4 + 4Cu 2 S.Durch Einwirkung von Chlor auf Sumpfgas entsteht Methyl-chlorid, das man leicht in andere Methylverbindungen über-führen kann. Wird Methylalkohol mit oxydirenden Körpernzusammengebracht, so verwandelt er sich in Ameisensäure.Durch Erhitzen von Methyljodid mit Zink erhält man Aethan:
2CH 3 J 4- Zn = C 2 H G + ZnJ a .
Indem man auf analoge Weise ein Atom Wasserstoff in dieserVerbindung wieder durch Methyl ersetzt, kommt man zu Pro-pra, wird es durch Aethyl ersetzt, so erhält man Butan. Ver-mittelst dieser allgemeinen Reaction lässt sich also die ganzeReihe der Paraffine durch Synthese aus den Elementen dar-stellen; jeder dieser Kohlenwasserstoffe bildet aber den Aus-gangspunkt für eine grosse Anzahl ein- und mehrwerthigerVerbindungen, von denen viele, wie z.B. die fetten Säuren, imThier- und Pflanzenkörper enthalten sind. So kann man z. B.Buttersäure erhalten, wenn man Aethyljodid mit Zink erhitzt: