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2 (1829)
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M

b) China Jaen fusca.

Synonym: China Tena fusca; China Pseudoloxa.Dunkle Jaen-China.

Hauptcharacter ; Schiefe Röhren mit dünner Oberrinde, unregeimässigen Lnä'gerunzeln und Querrissen. Die Un-terfläche ist uneben, von rostbrauner Farbe.

Diese Chinarinde unterscheidet sich von der lichten Jaen-China bloss in der Verschiedenheit der Aussen-und Innenfläche. Die Oberfläche ist bey dieser Rinde rauher, bey jungen Rinden mit Längerunzeln und mitvielen kleinen unregelmässigen Querrisschen versehen; auch findet man auf mehreren Rinden zerstreute kleineWärzchen. Die Farbe dieser Rinde ist grauweiss abwechselnd mit strohgelb und braunschwarz. Die Unterflächeist dunkler als bey der lichten Jaen-China, mehr Zimmlbraun, oft mit einem Schimmer in's Röthliche. Der Bruch,Textur und Geschmack ist ganz der hellen Jaen-China gleich, nur der Geruch dumpfiger, moosartiger.

Ausser den bey der hellen Jaen genannten Flechten findet man auf dieser China noch Opegrapha scapella;Thelotrema terebratum; Lecanora miculata; Sticta aurata; Lepraria farinosa; Jungermannia atrata und Parmeliacoro na ta.

Diese Chinasorte findet man sehr häufig der Loxa-China beygemengt. Man bringt sie nach v. Bergen in Ki-sten von 100 —150 Pfund Netto, und in Seronen von 80 —100 Pfund Netto im Handel.

Bergen leitet diese Chinarinde von C. nitida Bxäz (C. lanceolata ab. Goebel hält sie für identisch mitChina Jaen pallida.

8) China rubra.

Synonym : Cortex Chinae ruber.Rolhe China; rothe Fieberrinde.

Hauptcharacter: Dicke Oberrinde, mit Längerunzeln, Furchen und Warzen ohne bedeutenden Eindrücken aufdem Splinte versehen. Die Unterfläche ist uneben, braunroth.

Diese China kommt in gerollten und zusammengerollten Röhren und flachen Stücken vor. Die Röhren sind4 — 15 Zoll lang, 1 — 4 Linien dick, von einigen Linien bis 1 Zoll Durchmesser. Die Form der flachen Stücke istunbestimmt. Oft sind siezerbrochen, oft mit der Oberrinde bedeckt, oft davon entblösst, ihre Länge beträgt 4 — 24Zoll, ihre Dicke f — 1 Zoll, ihre Breite 1—3 Zoll.

Die Oberfläche der Röhren ist oft weisslichgelb oder grauweiss, durch Längerunzeln und unregelmässige Quer-risschen unterbrochen, roth durchscheinend, andere erscheinen glatt und rothbraun mit nur wenig bemerkbarenQuerrisschen und Längerunzeln. Die dicken Rinden sind mit tiefen Längefurchen, Längerunzeln und Querrissen ver-sehen, auch trifft man sowohl auf den Rinden, als auch auf den flachen Stücken warzenartige Erhöhungen. Die Un-terfläche ist im Durchschnitt rothbraun. Je dicker und älter die Rinden sind, um so dunkler ist ihre Unterfläche;sie ist ziemlich glatt bey den Röhren, so dass man nur ganz feine Längefasern bemerkt, bey starken Stücken ist siebald rauh, bald glatt. Der Querbruch ist bey jungen Rinden ziemlich glatt, bey älteren und flachen Stücken jedochkurzsplittrig und feinfaserig. Der Längebruch ist uneben, rauh und kurzspliltrig. Der Geschmack ist anfangs gewürz-haft, dann rein bitter ohne Zusammenziehung; der Geruch ist chinaartig.

Nach c. Bergen findet man folgende Flechten auf der rothen Fieberrinde: Chiodecton sphaerale; Thelotrematerebratum; Pyrenula verucarioides, mastoidea unddiscolor; Lecanora punicea; Parmelia melanoleuca und Rhizo-morpha Cinchonae.

Nach v. Bergen ist diese Chinarinde schon im Anfange des 17. Jahrhunderts nicht nur in Peru, sopdernauch in Europa angewendet worden. Sie kommt stets in Kisten von 100 —150 Pfund, niemahls in Seronen vor.Die meiste kommt über Cadiz.

Santen J welcher verschiedene Sorten der China rubra auf ihren Chinin- und Cinchoningehalt prüfte, fanddiesen nach dem Alter der China verschieden, jedoch stets mit Uebergewicht des Cinchonins. Feine Röhrenenthielten in einem Pfunde 70 Gran reines Cinchonin und 77 Grane schwefelsaures Chinin; grosse breite Stücke90 Grane Cinchonin und 15 Grane schwefelsaures Chinin; Mittelröhren 97 Grane Cinchonin und 31 Graneschwefelsaures Chinin, aus einer anderen Kiste genommenen Mittelröhren 184 Cinchonin und 9 Grane schwefel-saures Chinin in einem Pfunde. Michaelis erhielt aus einem Pfunde 32 Grane Cinchonin und 64 Grane Chinin.Goebel und Kirst erhielten aus 1 Pf., 40 Grane Chinin und 65 Grane Cinchonin.

Als Mutterpflanze der rothen China wurde von den meisten Naturforschern die Cinchona oblongifoliaMutis (C. magnifolia Ruiz) angegeben; v. Bergen glaubt dass die Mutterpflanze noch unbekannt sey.

Ausser den hier angeführten Chinarinden kommen auch noch einige andere Rinden im Handel vor, welcheuneigentlich den Nahmen Chinarinden führen, und weder von einer Cinchona abstammen, noch in chemischemVerhalten und medicinischer Wirkung mit den wahren Chinarinden übereinstimmen. Hierher gehören folgendeRinden: China nova s. surinamensis; China caribaea s. Cortex jamaicensis; China bicolorata, s. pifoya, s. te-camez, s. atacamez; China St. Luciae, s. Piton, s. Martinicensis, s. montana; China de Rio Janeiro, s. Cas-carilla falsa, s. China nova brasiliensis; China California; Quina do Campo; China alba, s. Cortex Chinae al-bus. Alle diese unächten Chinarinden kommen bey uns nur äusserst sehen vor, und werden unter den China-rinden nicht vorgefunden.

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