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6) China flava fibrös a.
Synonym: China de Carthagena fibrosa; Quina naranjada; Quinquina orange.Holzige gelbe China 5 holzige Carthagenarinde; pomeranzenfarbige China.
Hauptcharacter: Dünne, weiche oder abgeriebene Oberrinde von mittlerer Dicke. Die Unterfläche ist eben undscharf, von rein ockergelber Farbe.
Diese China wird in Röhren und in flachen Stücken, aber meistens in holzigen dicken flachen Rinden in Han-del gebracht. Die Röhren sind Q —12 Zoll lang, i— l Zoll breit, und £—1 Linie dick. Aeusserlich sind sie starkzerrissen und mit einem weissen Flechtenüberzuge theilweise bedeckt, welcher aber von dem durch die Weichheitdieser Rinde beym Reiben erzeugten Staube, eine ins Gelbliche fallende Farbe besitzt, und wodurch auch die Rin-den selbst ein schmutzig-lehmfarbiges Ansehen erhalten. Die innere Seite ist rein ockergelb, und mit vielen feineuherablaufenden Holzfasern besetzt. Die flachen und halbgekrümmten Rinden besitzen eine Länge von Q — 20 Zoll,und eine Stärke von » — 1 Zoll. Die Oberhaut fehlt fast ganz, oder ist nur an einzelnen Stellen zu sehen; dieRinde hat von vielem Staube ein schmutziges unangenehmes Ansehen. Befreyt von dem Staub ist ihre Farbe dunkel-rostfarben, mitunter mit einem Schimmer in's Röthliche, oder auch in's Schwarzbraune. Die Unterfläche ist sehrUneben, mit vielen Längefurchen durchzogen, und etwas heller von Farbe als die Oberfläche. Auf dem Querbru-che zeigt sie an der Splint fläche viele lange Splitter und Fasern, an welchen man bisweilen sehr kleine weisse Punctebemerkt. Meistenteils ist sie von der Oberrinde entblösst. Gepulvert nimmt sie eine helle Zimmtfarbe an, und liefertein leichtes, faseriges Pulver. Ihr Geschmack ist anfangs schwach bitter, hinterher säuerlich mit wenig Zusammen-ziehung. Der Geruch ist dumpfig.
Die nur in geringer Menge vorkommenden Flechten auf dieser Chinarinde sind: Thelotrema bahianum; Py-renula porinoides und discolor; Parmelia melanoleuca und Usnea florida b Cinchonae.
Diese Sorte kommt wie die vorige in trommelartigen Seronen und halben Kisten.
Santen untersuchte verschiedene Qualitäten von China flava fibrosa, und fand in allen Cinchonin und Chinin;die grösste Ausbeule war 30 Gran Cinchonin und 25 Gr. schwefelsaures Chinin aus einem Pfunde. Goebei und Kirstfanden in einem Pfunde 54 Gr. reines Chinin und kein Cinchonin.
Die Einführung dieser China im Handel als eine eigene Sorte lässt sich nach v. Bergen zuerst im Jahre 1805nachweisen.
Jacquin und Virej leiteten diese China von Portlandia hexandra L. _, was jedoch dadurch unwahrscheinlichist, weil diese China-Sorte Chinin enihält, welches man bis jetzt in keiner Gattung ausser der Cinchona fand. Bakcitleitet sie von der C. pubescens Vahl (C. ovata Ruiz).
Synonym: China Tenn, s. Tena.Jaen-China; Ten-China.
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J
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a) China Jaen pallida.
Synonym: Cascarilla pallida; China Tena pallida.Blasse Jaen-China.
Hauytcharacter: Dünne, leicht zerreibliche Oberrinde, mit wenigen Rissen. Viele Röhren sind schief; die Farbe derUnterfläche ist dunkel zimmlbraun.
Die lichte Jaen-China kommt meistens in gerollten aber häufiger in zusammengerollten Röhren und nur mitwenig flachen Stücken vermischt vor. Die Röhren bestehen grösstentheils in feinen und Mittelröhren von 3—15 ZollLänge, \ — 2 Linien Dicke und haben 2 Linie bis 1 Zoll im Durchmesser. Sie sind meistens schief und bogenförmiggewunden. Die Oberfläche dieser China ist mehr glatt als rauh: sie besitzt Längerunzeln und wenige kleine unregel-mässige Quer- und Längerisschen mit etwas aufgeworfenem Rande. Die Farbe ist in der Regel strohgelb undgraulichweiss; die Oberrinde ist sehr weich, wesswegen sie auch häufig theilweise abgerieben ist. Die Unter-fläche sieht schmutzig zimmtfarben aus, und ist bald glatt, bald rauh und splittrig. Der Querbruch ist bey dün-nen Röhren ziemlich eben, bey dickeren jedoch nach Innen zu kurzsplittrig. Der Längebruch ist immer uneben,schief und splittrig. Der Geruch ist schwach dumpfig, nicht unangenehm; der Geschmack anfangs schwach säuer-lich, nachdem etwas zusammenziehend und angenehm bitter.
Nach v. Bergen finden sich darauf folgende Flechten; Graphis sculpturata; Porina granulata; Pyrenula ve-rucarioides; Lecanora punicea; Parmelia melanoleuca und Usnea florida 0 Cinchonae.
Im Handel erscheint die blasse Jaen-China in Kisten von 100—114 Pf Netto, auch wohl in Seronen von70 —100 Pf. Netto.
Man zählt die Jaen-China zu den unwirksamsten Chinarinden. Santen hat weder in der hellen noch in dernachfolgenden dunkeln Jaen-China China-Alkaloide angetroffen. Michaelis will in einem Pfunde 12 Gran Cin-chonin und 44 Gr. Chinin gefunden haben. Goebei und Kirst fanden in einem Pfunde heller Jaen-China 12 Gr.reines Chinin und kein Cinchonin.
Bergen leitet diese Chinarinde von Cinchona ovata Ruiz ab.