CROTON ELUTERIA.
Wohlriechendes Kroton. — ital. Cascariglia.
o
ung. Kaskaril hej. — slav. Kasskarillowa Kura.
Swartz.
Linn. Syst. sexual. Class. XXI. Monoecia; Ord. 8. Monadelphia.
Linn. Syst. nat. Ord. Tricoccae.
Jussieu Syst. nat. Class. XV. Plantac dicotyledones, apetalae. Stamina idiogyna; Ord. 1. Euphorbiae.
Gassei Syst. nat. Class. III; Ord. 2; Sippschaft 4. Wolfsmilchartige (Euphorbiae).
Vest Syst. horli Johannei. Class. I. Monochlamydium; Fara. 18- Euphorbioideae.
Bot. Synonym. Clulia Eluteria. £.
Pharm. Synonym. Cascarilla; Chacarilla ; Gascarilla; Eluteria; China spuria.Schakarille; Kaskarillenstrauch, Kaskarill-Klutie; Kaskarillrinde.
Charactev Gener. Mas.: Calyx cylindricus, quinquedentatus; petala quinque, cum glandulis totidem alternantia;slamina 10 — 15.
Fem: Calyx 5-seu polyphyllus; corolla nulla; styli tres bifidi; fructus tricoccus, trilocularis, trispermus.
Die männliche Blume: Der Kelch cylindrisch, fünfzähnig; fünf Kronenblätter mit eben so viel Drüsen abwech-selnd stehend; Staubgefässe 10 — 15.
Die weibliche Blume: Der Kelch fünf- oder vielblätterig; die Blumenkrone fehlt; drey zweytheilige Griffeln; dieFrucht dreyköpfig, dreyfächerig, dreysamig.
Character Spec. Croton Eluteria: foliis ovatis, acuminatis, integerrimis, glabris, subtus argenteo-squamulosis; ra-
cemis compositis, axillaribus; caule arboreo.Die Blatter eyförmig, lang zugespitzt, vollkommen ganz, unbehaart, unterhalb silberartig beschuppt; die Trauben
zusammengesetzt, in den Blattwinkeln stehend ; der Stängel baumartig.
Der Stamm dieser Pflanze ist baumartig; die Aeste sind eckig, zusammengedrückt , gestreift, bräunlich.Die Blätter stehen abwechselnd, sind gestielt, eyförmig, lang zugespitzt, ganzrandig, oben glatt, und nur auf deruntern Seite mit silberfarbenen, schimmernden Schuppen besetzt. Die Blumen stehen in den Blattwinkeln, undan der Spitze der Zweige in zusammengesetzten sparrigen Trauben, welche aus zahlreichen, kleinen, genäherten,fast sitzenden, einhäusigen Blumen gebildet sind, von denen die oberen kleineren männlich, die unteren kurzge-stielten , in geringerer Anzahl vorhandenen weiblich sind. Die männlichen Blümchen haben einen fünftheiligenKelch von der Grösse der Blumenkrone, mit eyförmigen, stumpfen, concaven Blättchen; die Blumenkrone istfünfblätterig: die Blältchen sind offenstehend, fast herzförmig, weiss. Die Staubfäden sind am Grunde wollig be-haart, sie stehen nahe beysammen, sind aber nicht verwachsen. Die Staubbeuteln sind eyförmig, blassgelblich.Bey den weiblichen Blüthen ist der Kelch und die Blumenkrone eben so gebildet; der Fruchtknoten ist rund-lich, rostfarbig-punctirt. Die drey Griffeln sind zweytheilig und sparrig ausgebreitet; die Narben sind stumpf. DieFrucht ist eine rundliche, mit sehr kleinen Warzen und Schüppchen besetzte dreyfurchige, dreyfächcrige undsechsklappige Kapsel, kaum grösser als eine Erbse.
Lange Zeit leitete man die Kaskarillrinde von dem baumartigen Strauche Croton Cascarilla L. ab, welcheroft mehrere Meilen lange Wälder in Paraguai, in Peru, auf den Bahamainseln und den südlich gelegenen Anden bil-det, und es hat diese Meinung dadurch viel für sich, dass wir im Handel fast alle Kaskarillrinde aus Paraguai er-halten. Nach JFright (Seba mus. PI. 1. p. 56) hat jedoch die Rinde dieser Krotonart weder Geruch noch Geschmack;pr leitet die ächte Kaskarillrinde von Clutia Eluteria L. ab, einem baumartigen Strauche, welcher hauptsächlich aufJamaika wächst.
204
«n
n. JK