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Handbuch der speciellen Klimatotherapie und Balneotherapie : mit besonderer Rücksicht auf Mittel-Europa zum Gebrauch für Aerzte
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Teplitz-TrentschinThale.

Als indifferente Therme hat Teplitz relativ viel doppelt kohlensauresNatron (0.41). und man basirt darauf mit den Nutzen der Trinkkur beiharnsaurer Diathese, Gicht, chronischen Lungen- und Darmkatarrhen.Während die Wirkung der kühleren und abgekühlten Quellen eine reiz-mildernde ist, sind die heisseren excitirend und erleichtern die Resorp-tion. Mit Auswahl unter den verschieden temperirten und verschiedenlange gebrauchten Bädern erstrecken sich die Indicationen auf Rheuma,Gicht, Lähmungen, Neuralgien (besonders in Folge von Traumen), chro-nische Exantheme, alte Wunden und Verletzungen (nach Ossificirungder Theile) und auf Neurasthenien. Douchen, Moorbäder, Elektricitäiunterstützen den Heilplan. Am 10. Februar 1879 blieb die Urquelleplötzlich aus. Es zeigte sieh, dass aus dem Porphyrbecken, welches dieTeplitzer Quellen zusammenhält, sich ein Ausweg in die Kohlenschächtevon Dux gebildet hatte, ein Ereigniss, welches schliesslich sämmtlicheQuellen zu bedrohen schien. Seitdem sind die weitgehendsten Vor-kehrungen zur Wiedergewinnung des früheren Wasserspiegels getroffenworden, doch ist 1887 ein neuer Einbruch erfolgt, von dem zwar nichtdie Schönauer Quellen, wohl aber die von Teplitz selbst betroffen wurden.

T. ist Ebst. der Linien Aussig-Komotau und Bodenbach-Komotau, von Berlin9, von Wien 12 St. Fahrzeit. Unterkunft: II Gasthöfe and zahlreiche Privat-häuser (Z. 525 fl. worin). Kur- und Musiktaxe: 1 fers. 49, 1 Kam. 5.50 bis15 fl. u. mehr; Bäder: 0.502.50 fl. 20Aerzte, 2 Apotheken; Kurzeit:l.Mai bis 30. Sept., doch auch Winterkur; Frequenz: 5600. Litt: Delhaes 78;Heller 80; Samuely 85; Eberle 85; Langstein 86.

Teplitz-Trentschin siehe Trentschin.

Thal, Coburg-gothaisches Dorf mit 600 Einw. und klimatischer

Sommerkurort, 340 m., am nördlichen Fusse des Scharffenbergs in einem

rings von bewaldeten Höhen eingeschlossenen Wiesenthal. Aequables

feuchtes Waldklima. Badeanstalt Luisenbad.

T. ist Ebst. der Lin. Ruhla-Wutha. Unterkunft im Bad (Pens. 3.505 Mk.tiigl.) u. in '.', Gasthöfen. 2Aerzte u. 1 Apotheke in Ruhla; Kurzeit: Anf. Maibis Ende Sept.; Frequenz: 900.

Thale, preussisches Pfarrdorf im Bodethal, ISOm., am nördlichenSaume des tJnterharzes und am fusse der Rosstrappe: KlimatischerSommerkurort mit einer Soolquelle, dem Hubertusbrunnen (Natr.chlor. 14.36, Calc. chlor. 10.71, IV. CO, L5 c.c). Dieser wird in einergut eingerichteten Badeanstalt zur Trinkkur und zu Bädern, letzteregeeignetenfalls durch Mutterlauge oder Stassfurther Salz verstärkt, ver-wendet. Ausserdem Hydrotherapie und Fichtennadelbäder. Als Aus-