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Reutlingen— Rigi.
Reutlingen, württembergische Stadt mit 17400 Einw. an der Echaz,
340 m., und am Fasse des Achalm, mit 2 kalten erdig-alkalischen
Schwefelquellen, dein Badebrunnen (Natr. bic. 0.17, Magnes. bic. 0.20,
IIS 15 c.c.) und dem öffentlichen Brunnen. Trink- und Badekur.
Et, ist Ebst. der Lin. Stuttgart-Tübingen-Immendingen. 10 Aerzte, ."> Apotheken.
Bhelnfelden, schweizer Städtchen im Kanton Aargau mit 2200 Einw.,273 m., am südlichen Fuss des Schwarzwaldes und am linken Rheinufer,durch nahe liegende Hügel gegen Norden geschützt, hat ein sein- kräf-tiges Soolbud (Natr. chlor. 319% 0 ; Temp. 9—10° C). Man benutzt dieSoole zu Wannen-, Douche- und Dampfbädern und zu Sooldunstinhala-tionen und bereitet auch kohlensäurereicheSoolbäder. Auch combinirt manRheinbäder mit den Soolbädern. Innerlich wird die Soole mit Kohlensäureimprägnirt oder mit Bitterwasser-Zusatz kurgemäss gebraucht. Elektro-therapie, Molken und Traubenkur. Die Hauptindication bezieht sich aufSkrophulose, nächstdem mit Benutzung der gasreichen Bäder auf dieResorption alter Exsudate in der Pleura, im Becken und in den Meningen.
R. ist Ebst. der Lin. Basel-Zürich u. am rechten Rheinufer der Lin. Basel-Waldshut. — Unterkunft: 6 Gasthöfe (Pens. 5—7 fr.). — 2 Aerzte; Kurzeit:15. Mai bia l.Oct.; Frequenz: 1500. — Litt.: Wieland 78; Günther 82.
Der Jligi ist der besuchteste Berg der Schweiz. Er ist aber nichteine einfache zur Spitze emporstrebende Höhe, sondern ein durchSenkungen und Erhebungen vielgestaltiger Gebirgszug, auf den man sichnach verschiedenen Richtungen ergehen kann. Die initiiere Temp. desSommers ist dort oben 12.6° C, seine mittlere rel. Feuchtigkeit nur68 %• i ^' s klimatische Sommerkurorte sind nur einzelne Punkte zweck-mässig zu benutzen. Grösstenteils sind es die hervorragenden Gipfel,auf welchen der Aussicht wegen die Gasthöfe erbaut wurden, und diesesind zumeist den Winden so sehr ausgesetzt, dass sie als Kranken-stationen nicht zu empfehlen sind. Der berühmteste Aussichtspunkt istRigikulm (1800 m.), und seine Gasthäuser (heilen diesen Vorwurf undsind überdies als Krankenstation viel zu geräuschvoll. Dasselbe gilt vonRigi Staffel (1594 m.), für welches der Windschutz nordöstlich durch denKulm, südwestlich durch den Rothstock sein- ungenügend ist. Ganz freiund vollständig schattenlos ist die Lage von Rigi Seheideck (1188 m.)-Dagegen kommt dieser Station der Umstand zu statten, dass man25 Min. lang auf ebenem Terrain längs des Bergrückens spazieren gehenkann. Mit Rigi First sieht es nicht, besser aus, und so bleiben uns nur2 Plätze, welche sich zur Luftkur eignen: Rigi Kaltbad (1411 ni.) und