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Palermo.
Wintermonate bewegt sich nur zwischen 5 und 6". Au Tagen mit be-decktem Himmel schwankt die Temp. nur um l 1 /, 0 . Ueberdies bildetdas Meer, dessen Temp. während des Winters 1—3 1 /, 0 höher ist als dieder Luft, einen Regulator der Wärme. An Tagen mit heiterem Himmelist freilich der Abstand zwischen Sonnen- und Schattentemperatur sehrbedeutend, denn mitten im Winter kann es in der Sonne 25" warmsein, und Kranke sind deshalb streng dazu anzuhalten nach Sitte derEingeborenen die Sonne zu meiden und den Schatten aufzusuchen.Die Mittagstemp. der 3 Wintermouate ist durchschnittlich 14° C. DasKlima Palermos ist theils wegen der directen Nähe des Meeres undder intensiven Seebrise, theils dadurch, dass alle weiterher kommendenWinde das Meer bestreichen, theils endlich durch häufige Niederschlägeund durch den Quellenreichthum der Goldmuschelebene ein vorherrschendfeuchtes. Nimmt man die wenigen Sciroccotage aus, so kommen sehrhohe Feuchtigkeitsgrade ebenso wonig vor wie grosse Trockenheit. InPalermo schwankt also die Feuchtigkeit nicht zwischen bedeutendenExtremen wie an der Riviera, sondern sie hält sich mit grosser Con-stanz auf einer massigen Höhe (77% im Wintermittel). Im subtropi-schen Regengebiet gelegen hat Palermo einen regenarmen Sommer undeinen regenreichen Winter. Von Juni bis August ist die Zahl der Regen-tage so gering, dass man von Regenlosigkeit sprechen kann. Dagegenregnet es im Winter fast einen Tag um den andern, und besonders istdie Nachmittagszeit zwischen 12 und 3 Uhr durch Regengüsse berüchtigt.Die einzelnen Jahrgänge zeigen aber grosse Differenzen, so dass manetwa die Hälfte der Jahre als regnerisch, die andere Hälfte als mehrtrockene bezeichnen kann. In jedem Winter kommen auch 2—3 Schnee-tage vor; die naheliegenden Berge bedecken sich etwa 11 mal im Wintermit Schnee. Nach starken Niederschlägen ist die Luft staubfrei, wasnach längerer Trockenheit keineswegs der Fall ist. Nur ist der Staubin Palermo weniger unangenehm als der Kalkstaub der Riviera. Dieseübertrifft es an Gleichmässigkeit und Höhe der Temperatur. Dieses Plusvon circa 1'/./ genügt, um dem Patienten die Möglichkeit zu verschaffen,seine Promenaden grossentheils im Schatten auszuführen und so denstarken Differenzen zwischen Sonnen- und Schattentemperatur auszu-weichen. Bezüglich der Feuchtigkeit und der Niederschlagsmenge nähertPalermo sich Pisa. Es ist windreicher wie die Riviera. In socialer Be-ziehung ist zu bemerken, class die grösseren Strassen der Stadt gut ge-pflastert sind und hinreichend mit Wasser besprengt werden. Vor Ca-