Palermo.
299
der Nordküste der Insel, in deren westlichem Drittel, und zwar an einerin der Weite von 15 Kilometern nach Nordosten geöffneten Bucht. Siels t in einer Ebene erbaut, welche durch das Zurücktreten des Meeresvom Fusse der im Rücken der Stadt befindlichen Gebirgszüge allmählichentstanden ist und wegen ihrer ausnehmenden Fruchtbarkeit den Namender „Goldmuschel" (Conca d'Oro) erhalten hat. Hufeisenförmig wird dieseEbene und mit ihr die Stadt von Bergen so weit umspannt, dass sie nurgegen Osten frei auf das Meer hinausblickt. Als klimatischer Winterkur-0> 't nimmt Palermo eine Mittelstellung ein zwischen Ajaccio und Funchal.'^e Stadt ist in Form eines Oblongum erbaut, dessen schmale Seitedas Meer berührt und wird durch 2 ihren Mittelpunkt kreuzende Strassen111 4 ziemlich gleich grosse Vierecke getheilt. Gegen Norden erhebtsich der 650 Meter hohe Monte Pellegrino. Der Häusergrand steigtallmählich von der Marina aus bis zu einer Erhebung von 30 Meternempor. Nach Osten senkt er sich ziemlich steil zum Meeresufer, nachw esl fällt er in eine Ebene ab (Pianura dei Colli), die nördliche Fort-setzung der Conca d'Oro. Diese Campagna wird nach Norden durchde n Monte Gallo geschützt, der aber durch eine breite Schlucht vom M.Pellegrino getrennt ist. Auch der weitere Bergzirkel wird verschie-dentlich durch Senkungen und Schluchten unterbrochen und so ent-stehen Zuglöcher für die Winde, deren Lauf dadurch manuichfach abge-lenkt wird. Der Westsüdwest, also der Landwind, ist der vom October
lls März vorherrschende. Neben ihm zeigt sich der Nordwest, während
^ Se P tem ber und im April der Nordost stärker hervortritt; Südsüdost,
Sudost u„d Ostsüdost sind höchst selten. An hellen Tagen stellt sich
gewöhnlich zwischen 10 und 4 Uhr der Seewind ein, der von Mittag
5 Nachmittags 3 Uhr seinen Höhepunkt hat; gegen Abend und Nachts
»weht Landwind. Etwa 12mal im Jahr, unabhängig von der Jahres-zeit, am liebsten aber bei Südwest und Südsüdwest, erscheint urplötzlich
er Scirocco. Nach einigen Wirbelwindstössen, von schnellem Sinken
es Barometers und der Luftfeuchtigkeit begleitet, erfüllt dieser heisse,erschlaffende Wind die Luft mit Staub und bisweilen mit einem feinenrothlichen Staub, der ihr dann jene eigentümliche dunkle Färbung(eahginp) verleiht. Windstille herrscht also in Palermo überhaupt seltenj mehr noch am frühen Morgen als Abends. Das Wärmemitte] l'a-
ermos für die 3 Wintermonate (11.5° ('.) ist höher als das Ajaccios•* ) und der Riviera an ihren wärmsten Punkten (10.0") und die
m
Differ
enz zwischen dem relat. Maximum und Minimum der einzelnen