Fuscherbad—Qais.
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0.78, Natr. oarb. 0.11, Ferr. bic. O.Ol, fr. C0 2 1207 c.c). Der 76 Km.lauge und an seinen breitesten Stellen 7 Km. breite, bläulich grüne,durchsichtige See schwankt zur Sommerzeit in seiner Temperatur von20—27° C. Nach Analyse seines Wassers nähert er sich einem schwachenSäuerling (Magnes. carb. 0.10, Magnes. sulf. 0.06, Natr. carb. 0.05, fr.CO, 54 c.c). An seinen Ufern setzt er viel hellgrauen Schlamm ab,der grossentheils aus Kieselpanzern und Diatomaceen besteht und des-halb eingerieben einen Hautreiz verursacht. Eines besonderen Rufeserfreuen sich die dortigen im grössten Massstab gewonnenen Schafmol-ken. Die zahlreichen Weinberge ermöglichen schon Ende August oderAnfang September den Beginn der Traubenkur. Der weite Wirkungs-kreis des Kurortes umfasst Katarrhe, Unterleibsstasen, Rheuma undArthritis und mancherlei Neurosen.
Von Wien oder Budapest mit der Eb. bis Stat. Siofok. Von hier mit demDampfschiff 2mal tägl. in einer St. zum Kurort; von Ebst. Wesprim (Veszpreui) derLin. Steinamanger-Stuhlweissenburg Stellwagen in 2 St. zum Kurort. — Unter-kunft in 4 Gasthöfen und zahlreichen Villen und Privathäusern. — Kur- u. Musik-taxe 8—10 fl. — 3Aerzte; Kurzeit: 15. Mai bis 15. Sept.; Frequenz: 2000.- Litt.: Sigmund 37; Orzovensky G6; Mangold 78, 82; Chyzer 87.
Fuscherbad (Sanct Wolfgang), Kur- und Bade-Anstalt ober-halb des Dorfes Fusch in Steiermark, 1140 m., in beträchtlicher unddoch gegen Winde gut geschützter Höhe. Die reine, dünne Luft, vor-zügliches Trinkwasser (Augenquelle, Fürstenquelle), ein kleiner unmit-telbar hinter den Wohnungen gelegener Waldpark und gute Gelegenheitzu Ausflügen in die reizenden Umgebungen bedingen die Beliebtheitdieses Ortes als Sommerfrische. Das Bad St. Wolfgang in der Fuschsteht unter Aufsicht der Landesregierung Salzburg.
Von Ebst. Brück (Lin. Wörgl-Salzburg) fährt man in 2 St. nach dem Bade(Wagen 8 fl.). — Post u. Tel. — Unterkunft in 2 einfach guten Gasthöfen. —■Arzt aus Zell am See besucht zweimal wöchentl. das Bad; Kurzeit: 1. Mai bis30. Sept.; Frequenz: 1000.
Gais, schweizer Dorf im Kanton Appenzell mit 2800 Einw., vonsaftigen Wiesen umgeben, 934 m., nach Norden unter dem Schutz einerHügelreihe, hinter welcher sich der Gäbris erhebt ist klimatischer Som-merkurört und der älteste (schon seit 1749 besuchte) und dabei be-rühmteste aller Molkenkurorte. Zu gleicher Zeit Hydrotherapie undkünstliche Mineralbäder. Die der Hochlage zukommende Sommerkühlespricht sich in einem Temp.-Mittel der 3 Sommermonate von 14.14° C.aus. Dass es Gais in nächster Nähe an Schatten fehlt, ist nicht zuleugnen, und dieser Umstand so wie die absprechenden Urtheile über