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Mineralquellen und Bäder.
Tnlialationen und zu Bädern, besonders auch zu Schwefelmoorbädern.Bei der Trinkkur kommt es wesentlich darauf an, den .Schwefelwasser-stoff im Magen zur Resorption zu bringen. , Man muss daher vermeiden,dass das Gas nicht durch Ructus verloren gehe, und liisst deshalb dieTagesgabe von 2 bis 4 Bechern nur schluckweise, langsam und ohnenachfolgende Körperbewegung trinken. Die Faeces nehmen dann baldeine dunkle grünliche Färbung an; es tritt Leberabschwellung, späterconsecutive Anämie ein. Die Heilwirkung der Trinkkur erstreckt sichauf Plethora abdominalis, Hyperämie der Leber und solche Congestivzu-stände im Nervensystem, bei welchen kohlensäurereiche Quellen contra-indicirt sind. Die Inhalationen des Schwefelwasserstoffs finden ent-weder in der Weise statt, dass das Gas, so wie es aus der Quelle auf-steigt, in einem geschlossenen Raum aufgefangen und so trocken ein-geathmet wird, oder so, dass die Luft eines Raumes mit dem zerstäubtenWasser sammt dem ihm innewohnenden Gase geschwängert wird. Siewerden hauptsächlich gegen Katarrhe des Schlundkopfs, des Kehlkopfsund der Lungen in Anwendung gezogen. Die Schwefelbäder mithoher Temperatur nähern sich in ihrer Wirkung derjenigen der indiffe-renten Thermen. Durch Einathmung des dem Bade entströmendenSchwefelwasserstoffs kann nebenbei eine Aufnahme dieses Stoffes in dasBlut stattfinden. Auch ist eine gewisse directe Einwirkung des Schwefel-bades auf das Hautnervensystem nicht rundweg zu leugnen. Empirischwerden diese Bäder gegen Rheuma, Gicht, Neuralgien, chronische Exan-theme, veraltete Geschwüre, Drüsen- und Knochenleiden, veraltete Syphilis,chronische Metallintoxicationen und Paresen angewendet.
a. Reine Schwefelwasserstoff-undKohlenoxydsulfidquellen. a. WarmeQuellen: Harkäny; Aix-Les-Bains, Saint Honore. — ß. Kalte Quellen:Weilbach, Salzschlirf, Parad.
b. Schwefelkochsalzwässer, a. Warme Quellen: Aachen, Burt-scheid; Herculesbad; Lavey, Lostorf; Ilarrowgate; Acqui, Aci reale; Uriage;Helouan. — ß. Kalte Quellen: Gross Ullorsdorf; Szobräncz, Allevard.
c. Schwefelkalkwässer, a. Warme Quellen: Baden bei Wien,Altenburg, Trentsohin, Warasdin, Pystjan; Schinznach. — ß. KalteQuellen: Tennstaedt, Nenndorf, Eilsen, Wipfeld, Langensalza, Bentlieim,Langenbrücken, Hechingen, Sebastianswoiler, Reutlingen, Gögging; Balf,Lubien; Alveneu, Gurnigel, Lenk, Schwefelberg, Serneus, l,e Prese, Stabio;Enghien, Alliaz, Au.