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Mineralquellen und Bäder.
6. Eisenwässer.
Die den Eisenwässern zugezählten Quellen enthalten im Liter meist0.03 bis 0.30 doppelt kohlensaures Eisenoxydul. Je nach ihremHeigehalt an Glaubersalz, kohlensaurem Natron, Kochsalz oder Kalksalzennennt man sie salinische, alkalische, muriatische und erdige Eisensäuer-linge. Der Glaubersalzgehalt kann (wie beispielsweise in Rippoldsau,Franzensbad, Elster) so bedeutend sein, dass er bei Verordnung dieserQuellen in Anschlag zu bringen ist. Bei Magenkatarrhen, deren voll-ständige Beseitigung oft vor dem Gebrauch eines Eisenwassers erforder-lich ist. verdienen dann alkalische Eisenwässer den Vorzug. Die Methodeder Anwendung ist bei den Eisenwässern eine andere wie die sonst ge-wöhnlich geübte, indem man den Zweck ein gewisses Quantum von Eisender Blutmasse zuzuführen besser dadurch erreicht, dass man nicht blossmorgens sondern zu verschiedenen Tageszeiten den Brunnen trinkenlässt. Die kohlensauren Eisenwässer sind fast ausschliesslich kalt undsind oft so reich an Kohlensäure, dass sie sich sehr gut zur Verordnungkohlensäurohaltiger Bäder eigenen. Die Erwärmungsart des Wassers nachSchwarz'scher Methode (Einleitung heisser Dämpfe in den Zwischen-raum des doppelten Wannenbodens) oder auch nach Pfriew'scheT Me-thode (directe Einleitung heisser Dämpfe ins Wasser) ist dabei der ge-wöhnlichen Bädererwärmung gegenüber bezüglich besserer Consorvirungder Kohlensäure im Bade von grosser Bedeutung. Eine nicht sehr zahl-reiche Klasse von Eisenwässern, die sogenannten Eisenvitriolquellen,enthalten in grösserer Menge schwefelsaures und salzsaures Eisen-oxydul, daneben wohl auch Alaun und Spuren von Arsen. Deradstringirende Einfluss dieser Mineralien bedingt die Anwendung dieserQuellen in Bädern bei Hautschwäcbe und chronischen Katarrhen derweiblichen Sexualorgane. Die beabsichtigte roborirende Wirkung derEisentrinkkur und Eisenbäder wird häufig durch das Klima unterstützt,wobei sehr bedeutende Differenzen, wie die zwischen dem Waldgebirgs-klima Schwalbachs (316 m.) und dem Höhenklima von St. Moritz (1800m.),in Frage kommen können.
a. Kohlensaure Eisenwässer. «. Heines Eisenwasser: Schwal-bach. — ß. Salinische Eisenwässer: Franzensbad, Elster, Marienbad'sAmbrosius- und Carolinenbrunnen, Hassfurt, Rippoldsau, Petersthal, Mein-berg's Alt- und Neubrunnen; Audinac, Aulus, Bagneres de Bigorre. —-(. Alkalische Eisenwässer: Cudowa, Alt-Haide, Wiesau, Kohlgrub,