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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
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(in Säuren etc.) mag folgende, von der IL Ausgabe derPharmakopoe angenommene Methode dienen :

3 cc der zu prüfenden Säure werden in einem Pro-bierrohre (ungefähr 3 cm weit) mit Jodlösung bis zur Gelb-färbung vermischt, hierauf einige Stückchen Zink hinzu-gefügt; nach Einschaltung eines losen Baumwollpfropfenswird die Oeffnung des Rohres mit einem Blatte weißenFiltrierpapiers verschlossen, welches in seiner Mitte miteinem Tropfen konzentrierter Silberlösung befeuchtet wird."

Tritt sogleich oder nach einiger Zeit Gelbfärbung derbenetzten Stelle ein, oder färbt sie sich gar von der Peri-pherie aus braun bis schwarz, so ist Arsen vorhanden."

Durch den Arsenwasserstoff wird aus der SilberlösungSilber reduziert:

2AsH 3 + 12AgN0 3 + 3H 2 0 = 12Ag + As 2 0 3 + 12HN0 8 .(Jodlösung wird zugefügt, um eventuell vorhandene schwef-lige Säure zu oxydieren:

H 2 S0 3 + J 2 + H 2 0 = H 2 S0 4 + 2HJ,und so die Bildung von Schwefelwasserstoff [ans Zink undschwefliger Säure], resp. von Schwefelsilber zu verhindern.)

d) Auf dem Verhalten von arseniger Säure (Ar-sen c h 1 o r ü r) zu Zinnchlorür basiert die jetzigeMethode des Arzneibuches zum Nachweise von Arsen-spuren. Es schreibt z. B. für Säuren vor:Eine Mi-schung von 3 cc Säure und 3 cc Zinnchlorürlösungsoll im Laufe einer Stunde eine dunklere Färbung nichtannehmen". Dunkelfärbung würde auf Reduktion der ar-senigen Säure zu Arsen beruhen. Die Zinn-chlorürlösung enthält nach Vorschrift 1 ) überschüs-sige Salzsäure; wir können also formulieren:

1) 5 T. kryst. Zinnchlorür werden mit 1 T. Salzsäure zueinem Brei angerührt und letzterer vollständig mit trockenemChlorwasserstoff gesättigt. Die hierdurch erzielte Lösung wirdnach dem Absetzen durch Asbest filtriert.