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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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Siebenringe mit zwei Stickstoff-Atomen.

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Ein beiderseits mit Naphthalin kondensierter Siebenring, der Sauerstoff undSchwefel enthält, wird gemäß Formel XI (s.u.) in dem Deliydro-^-naphtliolsulfon 1

XII)

CH,

N(C 2 H 5 )-

NH

angenommen, das aus einer alkalisehen Lösung von ^-Naphtholsulfon (HO-C 10 H 7 ) 2 SO : }durch Oxydation mit Kaliumferricyanid abgeschieden wird.

Sehr mannigfaltig sind die Beobachtungen über Siebenrfege mitmehreren Stickstoff-Atomen.

Das erste Beispiel dafür bot das JV-ithyl-hydrÖearbazostyril 2 (For-mel XII, s.o.), das 1883 von E. Fischer und Kuzel beschrieben wurde unddiesen Namen erhielt, weil es als ein iV-äthyliertes Hydrocarbostyril (s. S. 981)erscheint, in dessen Hetero-Ring ein Stickstoffglied eingeschoben ist. Esbildet sich aus der o-Äthylhydrazino-hydrozimtsäure C 6 rI 4 (CH 2 CH 2 C0 2 BJN(C 2 H 5 )-NH 2 beim Eindampfen ihrer essigsauren Lösung, krystallisiertaus kochendem Wasser in weißen Nadeln, schmilzt bei 165-5° und de-stilliert bei vorsichtigem Erhitzen unzersetzt. Im Gegensatz zum Hydro-carbostyril nimmt es beim Erwärmen in salzsaurer Lösung Wasser auf,um sich in die Äthylhydrazino-hydrozimtsäure zurückzuverwandeln.

Ebenfalls in 1.2-Stellung 3 enthält die beiden Stickstoff-Atome das ©,o'-Azo-diphenylmethan 4 Formel XIII, s.u., das neben 2-Phenyl-indazol (vgl. S. 426Gleichung I) beim Erhitzen von o-Benzolazo-benzylalkohol über 130° entsteht, gelbe

XIII)

CrL-X-

XIV)

Prismen vom Schmelzp. 76° darstellt, angenehm riecht und in verdünnter Salzsäureunlöslich ist. Substitutionsderivate sind durch Eeduktion von 2.2'-Dinitro-4.4'-diamino-diphenylmethan und von 2.2'-Dinitro-diphenylmethan-4.4'-dicarbonsäure ge-wonnen worden 5 .

Ein Beispiel für 1.3-Stellung der Stickstoff-Atome 6 würde das in Bd. I, Tl. II,S. 248 erwähnte Äthenyl-tetramethylendiamiii geben, das aber bisher nur in Formeiniger Salze erhalten worden ist. Aus iV,.V'-Diaryl-Derivaten des o-Xylylen-diamins sind durch Kondensation mit Formaldehyd bzw. Benzaldehyd einige Ver-bindungen vom Typus XIV (s. o.) Diaryl-Derivate des Methylen-o-xylylen-diamiiis bzw. des Benzal-o-xylylendiamins gewonnen worden 7 .

1 Hinsberg, J. pr. [2] 90, 351 (1914); 91, .318 (1915).

- E. Fischer, Kitzel, B. 16, 1449 (1883). E. Fischer, A. 301, 282 (1898).

a S. auch Gottheb, B. 32, 966 (1899).

4 Freündler, C. r. 136, 1137 (1903).

5 Düval, Bl. [4] 7, 531, 681, 682 ; (1910).

ß S. auch v. Niementowski, B. 34, 3330, 3334 (1901).

7 M. Scholtz, Jaross, B. 34, 1504 (1901). M. Schultz, Wolfrum, B. 43,2314 (1910).