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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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1557
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Vergleich der Hetero-Sechsringe in Bezug auf Substitution. 1557

und der 1.3.5-Triazin-Reihe in die Imidazol-Reihe, S. 1514 Formelreihe N einensolchen von der 1.2.4-Triazin- in die 1.2.4-Triazol-Reihe, S. 561562, 597, 613614,617, 1530, 1537, 1539 Verwandlungen von Tetrazin- in Triazol-Körper).

Eine weitgehende Übereinstimmung zwischen Hetero-Sechsringenund Benzol in bezug auf die Substituierbarkeit (vgl. S. 690) besteht nicht,wenn auch in Einzelheiten sich manche Ähnlichkeiten ergeben. DerHalogenierung ist der Pyridin-Kern zwar leicht zugänglich (vgl. S. 829,951); einen glatten Verlauf nimmt sie aber erst, wenn dirigierende Sub-stituenten (NH 2 , OH) dem Kern schon eingefügt sind (vgl. S. 835, 843)Sofern solche nicht vorhanden sind, erfolgt die Nitrierung äußerstschwierig (s. S. 834), und bei den Benzo-Formen des Pyridins demChinolin und Isochinolin führt daher die Nitrierung zu Derivaten,welche die Nitro-Gruppe im Benzol-Kern enthalten (s. S. 956957,1026). Ähnlich sind die Beobachtungen über Sulfurierung (vgl. S. 833,955, 1026).

Auch beim Pyrimidin sind glatte Nitrierungen beobachtet, wenn der Kerndirigierende Substituenten enthält (vgl. S. 1174, 1181, 1189, 1192).

Während die O-Acylierung des Pyridins nach der Fmedel-Ckafts sehen Reak-tion nicht gelingt (s. S. 786), läßt sich Aryl durch trockene Diazoniumsalze in denPyridfn-Kern einführen (s. S. 903). C- Alkylierung gelingt beim Pyridin- undbeim Pyrazin-Kern durch Erhitzen der quartären Halogenalkylate (vgl. S. 798, 908,932, 1350) ein Vorgang, der mit der Wanderung von Alkyl vom Stickstoff deralkylierten Arylamine in den Benzolkern (vgl. Bd. II, Tl. I) verglichen werden kann.

Im Verhalten der Substituenten (vgl. dazu S. 690691) tritt bei denÄzinen eine Beeinflussung durch ihre Stellung zum Kingstickstoff zutage,der an die Gegensätzlichkeit der ortho- und jjara-Stellung gegenüber dermeto-Stellung beim Benzolkern erinnert (vgl. dazu S. 789790). Hierhergehört die Austauschbarkeit der a- und /-ständigen Halogenatomeim Gegensatz zu deren Schwerbeweglichkeit in ^-Stellung (vgl. S. 831,832, 951, 953, 1090, 1177, 1237, 1256, 1378 und Cyanurhalogenide inBd. I, Tl. II, S. 1331), ferner das Verhalten der im Pyridin-Kern ge-bundenen Ämino-Gruppe je nach ihrer Stellung (vgl. S. 835836, 960)und die Kondensationsfähigkeit der Methyle in u- und /-Stellung imGegensatz zu deren Indifferenz in /9-Stellung (vgl. S. 804805, 910,933934, 993994, 10101011, 1013, 1087, 1159, 1167, 1175, 1239,1350, 1523).

Die Reaktionsfähigkeit des Methyls zeigt sich auch im Pyroxonium-Kern bei«-Stellung zum Sauerstoff (s. S. 726).

Die für aromatische Verbindungen charakteristische Austauschbarkeit derSulfonsäure-Gruppe gegen CN und OH findet sich bei der Pyridin-(?-sulfon-säure wieder (S. 833), ebenso die Reduzierbarkeit der Nitro-Gruppe zur Azoxy-,Azo- und Hydrazo-Gruppe beim (?-Nitro-pyridin (S. 834, 839) und die Fähigkeit derAldehyd-Gruppe zur Cannizzaeo sehen Reaktion und zur Benzoin-Bildung (abernicht zur Hydiamid-Bildung) beim Pyridin-re-aldehyd (S. 859860).

Die Acidität des Hydroxyls erscheint in nicht seltenen Fällen biszu deutlich saurer Eeaktion gesteigert (vgl. 3-Oxy-/-pyron S. 711,2.4.6-Trioxy-pyridin S. 847, Oxy-methyl-triazolo-pyridazin und ähnliche