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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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Trimorpholin usiv.

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haben v. Bkaun und Köhlee 1 aufgebaut, um zu untersuchen, welchervon den beiden spirocyclisch kondensierten Stickstoffringen bei derHof-mann sehen Aufspaltung - ' der Hydroxyde gesprengt wird. Es zeigte sich,aus XIV als Hauptprodukt XVI, aus XV als einziges Produkt XVII

CH,

XVI) C 6 H 4 < a >N

-CH 2 .eH 8 >. XVII) C 6 H

CH, : CH^ '

CH : CH4 \CH 2 -

.CH 2 -CH\CH,.CH.

\>o

gebildet wird. Der hydrierte Paroxazin-ßing (Morpholin-Bing) erwies sichalso gegenüber dem Stickstoffring des Tetrahydroisochinolins als derfestere, gegenüber demjenigen des Dihydroisoindols aber als der wenigerfeste (vgl. dazu S. 1467).

Die Verbindungen waren durch Kombination von o-Xylylenbromid mit Morpho-lin (XIV) bzw. von ^f/'-Dijod-diäthyläther mit Tetrabydroisochinolin (XV) bereitet.

Ortholcondensation zwischen Paroxaxin und Pyrimidin wird in einigen Farb-stoffen (Ureidoxazone") angenommen, die durch Kondensation von 4-Amino-resorcin mit Alloxan oder Dimethylalloxan entstehen 2 .

Eine eigenartige Kondensation dreier Morplwlin-liinge miteinander, bei derein Stickstoff ahm allen drei Hingen gemeinsam ist, findet sich wahrscheinlich in derVerbindung C 9 H 9 O s N, die aus Triacetalylamin sehr glatt beim Erwärmen mit konz.Salzsäure auf 60 70° entsteht. Auf Grund der schon in Bd. I, Tl. II, S. 1077unter II aufgeführten Formel wird sie Trimorpholin 3 genannt. Sie scheidet sichaus Benzol in prächtigen farblosen Krystallen aus, färbt sich von 180° an gelblichund zersetzt sich bei 210220° unter Bräunung, ohne zu schmelzen; von Wasserwird sie leicht zu einer schwach alkalisch reagierenden Lösung aufgenommen. Siebleibt bei Behandlung mit Reduktionsmitteln, sowie beim Erwärmen mit starkerSalpetersäure größtenteils unverändert. Ihr Hydrochlorid C 6 H 10 0 3 NC1 krystalli-siert sehr schön und reagiert in wäßriger Lösung schwach sauer. Mit Methyl-jodid verbindet sie sich zu einem ebenfalls gilt krystallisierbaren JodmethylatC e H 9 0,N + CH.L

1 B. 51, 255 (1918).

3 Piloty, A. 333, 48 (1904).

3 L. Wolff, Marburg, A. 363, 171, 184 (1908).